Organisationen

Frauenfokus 2000/01 Islamistische Organisationen in Deutschland

6) Islamistische Organisationen in Deutschland

Milli Görus

Die grösste in Deutschland tätige islamistische Organisation ist die "Islamische Gemeinschaft Milli Görus e.V." (IGMG), ca. 27 000 Mitglieder. Ihr Ziel ist die Durchsetzung von Minderheitenrechten für die Moslems, die auf der Scharia basieren. Durch Gruppenzwang sollen den Moslems verbindliche Pflichten auferlegt werden, die eine Einschränkung der verfassungsmässig garantierten Grundrechte bedeuten. Angestrebt wird die Ausgrenzung der Moslems aus der pluralistischen Gesellschaftsordnung. Damit richtet die Organisation sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der BRD. Die IGMG wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Die IGMG ist das Sammelbecken für Anhänger der islamisch-extremistischen Fazilet-Partei, die aus der in der Türkei inzwischen verbotenen Refah-Partei hervorgegangen ist. Letztere ging durch Unterstützung der IGMG 1995 bei den türkischen Parlamentswahlen als stärkste Fraktion hervor. Die Refah-Partei sah ein auf Koran und Scharia basierendes Rechts- und Gesellschaftssystem für die Türkei vor, genannt "Gerechte Ordnung." Diese "Gerechte Ordnung" ist als Modell für eine weltweite Islamisierung gedacht. Nach dem Bruch der Regierungskoalition wurde die Refah-Partei 1998 vom türkischen Verfassungsgericht verboten. Ihr Initiator Necmettin Erbakan erhielt politisches Betätigungsverbot. Er bestimmte jahrelang die Vorsitzenden der IGMG in Deutschland. Sein Neffe ist Generalsekretär der IGMG. Dessen Schwager, der wichtige Funktionen in der IGMG innehat, ist auch in der extremistischen internationalen Muslimbruderschaft tätig.

Die IGMG verfügt über 100 Ortsvereine allein in Nordrhein-Westfalen, bietet Vortragsveranstaltungen, Gesprächskreise, Kurse für Frauen und Koranlesewettbewerbe für Kinder.

Die IGMG verbreitet ihre Botschaften über verschiedene Medien, so die Milli Görus&Perspektive. In der türkischen Tageszeitung Milli Gazete nimmt die Berichterstattung über Milli Görus breiten Raum ein in einer gesonderten Deutschland-Ausgabe. Ein wichtiges Propagandainstrument der IGMG ist der Fernsehsender Kanal 7. Er war zunächst der Sender der Refah-Partei und dient inzwischen der Fazilet-Partei. Ferner ist die IGMG im Internet vertreten.

Das im Umkreis von IGMG virulente antisemitische Gedankengut lässt sich bei dem von Milli Gazete empfohlenen Autor Harun Yahya (Pseudonym) ablesen in dessen Buch "Evolutionslügen", wo es u.a. heisst:

"In den Konzentrationslagern unter der deutschen Besatzung während des zweiten Weltkriegs fand im Gegenteil der Behauptungen keine 'Judenvernichtung' statt. Das ist eine von Zionisten erfundene Lüge, um die Weltöffentlichkeit für die Errichtung eines jüdischen Staates auf ihre Seite zu bringen."
 No comment.
(Zitiert nach Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2000)

Seit 1990 dominiert die IGMG den Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, obwohl sie das öffentlich bestreitet, wie der Verfassungsschutzbericht mitteilt. Seit 1996 steht der ehem. stellv. Generalsekretär der IGMG an der Spitze des Islamrats. Der Islamrat bezeichnet sich als grössten Spitzenverband der Moslems in Deutschland. Seine Aktivitäten stehen in direktem Bezug zu den Bestrebungen von IGMG.

Die IGMG hat zahlreiche Kontakte zu politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Institutionen und hat sich auch in Gremien etabliert, in denen demokratische Gruppierungen mitarbeiten.
Zur Allianz zwischen deutschen Politikern, Kirchenmännern und Islamisten siehe auch Rolf Stolz: Kommt der Islam? Der Fundamentalismus vor den Toren Europas.

Die Aktivitäten der IGMG begünstigen die Entstehung einer Parallelgesellschaft und erschweren die Integration der türkischen Muslime. Zu diesem Zweck ist ein Grossteil der Aktivitäten dieser Organisation der Ausblidung der Jugendlichen gewidmet. Besonders gross ist ihr Einfluss bei türkischstämmigen deutschen Muslimen der dritten Generation.
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Der Kalifstaat

Der inzwischen verbotene sogenannte Kalifstaat unter Führung des selbsternannten Kalifen Metin Kaplan mit Sitz in Köln (ca 550 Mitglieder 2000) propagierte den Sturz des (noch) laizistischen türkischen Staatssystems und die Errichtung eines Gottesstaats nach iranischem Vorbild. Er war aus dem "Verband der islamischen Vereine und Gemeinden e.V." hervorgegangen, der 1984 von dem "Khomeini von Köln" genannten Cemaleddin Kaplan gegründet wurde. 1992 rief dieser den "Föderativen Islam-Staat Anatolien" aus, der 1994 in dem in Köln ausgerufenen "Kalifstaat" aufging.

Kaplan erklärte sich zum "Kalifen der islamischen Nation" und verpflichtete seine Anhänger zu bedingungslosem Gehorsam ihm gegenüber.
1995 trat sein Sohn Metin Kaplan seine Nachfolge an.

Köln galt als Sitz des Kalifstaats "bis zur Befreiung Istanbuls"
Alle Mitglieder des Kalifstaats mussten einen Treueschwur ablegen und waren dem Kalifen zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet. Die örtlichen Mitgliedsvereine wurden von sog. Gebietsemiren geleitet, die die Weisungen des Kalifen weitergaben.
Der Kaplan-Verband, der als "gemeinnützig" anerkannt wurde (!), verbreitete seine Propaganda über Ümmet-l Muhammed" sowie über die Fernsehsendung HAKK-TV und das Internet.

Im Februar 2000 wurde gegen Metin Kaplan sowie zwei weitere Verbandsfunktionäre das Verfahren eröffnet wegen Verdachts der Rädelsführerschaft bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten. Anlass der Verfahrens war die Ermordung des "Gegenkalifen", der von drei bisher unbekannten Tätern in Berlin in seiner Wohnung erschossen wurde.

Es kam bereits am ersten Verhandlungstag zu tumultartigen Szenen, nachdem der Vorsitzende Richter die Räumung des Gerichtssaales anordnete. Grund war, dass ca. 50 Anhänger unter den Zuschauern sich weigerten, sich bei der Vereidigung der Dolmetscher zu erheben, trotz mehrfacher Aufforderung durch den Vorsitzenden.

In der "Ümmet-I Muhammed stand dazu zu lesen:

  • "Bei dem Prozess ... wird die Feindschaft der deutschen Behörden gegen den Islam offen dargestellt. Die deutschen Justizbehörden wollen mit diesem Prozess, in der Person unseres sehr geehrten Emirs der Gläubigen und Kalifen der Muslime, Muhammed Metin MÜFTÜOGLU Hodscha, in Deutschland dem Islam den Prozess machen, den letzten Propheten des Islam, Muhammed, verurteilen und unser erhabenes Buch, den Koran, zum Schweigen bringen."

An einem weiteren Prozesstag kam es erneut zu Tumulten, als der vorsitzende Richter die anwesenden Frauen aufforderte, den Schleier wenigsten soweit zu öffnen, dass der Mund nicht verhüllt würde, um Zwischenrufe zuordnen zu können, worauf er von einem Zuschauer unflätig beschimpft wurde. Der Mann konnte nach seiner Flucht aus dem Gerichtssaal zunächst gestellt werden, wurde dann aber von Kaplananhängern unter Anwendung von Gewalt befreit. Es wurden Ermittlungsverfahren u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Im November 2000 wurde Kaplan vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Aufrufs zu einer Straftat zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Verteidiger hatte geltend gemacht, Kaplan habe lediglich Koranverse zitiert und sich damit innerhalb des Rahmens der Religionsfreiheit bewegt.
Der Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung wurde fallengelassen.

Hatte der Kalif etwa Koranverse zitiert, die als Mordaufruf verstanden werden können?

In einer Sendung von HAKK-TV wurde das Urteil in die Nähe zum Nationalsozialismus gerückt. Auf seiner Internetseite liess der Kalifstaat zu diesem Zweck das Hakenkreuz erscheinen.

Bei einer Demonstration vor dem Gerichtsgebäude erschienen auch Anhänger des Kalifen aus dem Ausland. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei auch um solche gehandelt haben, die meinten, es fände eine anti-israelische Demonstration statt.

Die Frage erhebt sich in der Tat, w e r hier in dieser Nähe der Nazis auszumachen ist.

In einer weiteren HAKK-TV-Sendung wurde das Urteil gegen den Mitangeklagten Gökbulut als Schlag gegen die Religionsfreiheit kommentiert:

  • "Eigentlich wurden aber die Koranverse und die Worte unseres Propheten verurteilt. Dieses Gerichtsurteil stellt die Betrachtungsweise der deutschen Regierungen und Juristen des Islam und der Muslime dar und es stellt sich heraus, wie feindlich sie dem Islam gesinnt sind und wieviel Hass sie in sich tragen. Dieses unter Missachtung aller Rechtsregeln gefällt Urteil wird als ein Schandfleck in die Geschichte eingehen."

Wir empfehlen gründliche Lektüre des Koran, insbesondere der Stellen über die Ungläubigen.

Die algerische Islamische Heilsfront FIS (front islamique du salut), gegründet 1989 vom nationalen algerischen Zweig der Muslimbruderschaft, hat die Errichtung eines islamischen Staatswesens in Algerien zum Ziel. Darüberhinaus strebt sie die weltweite Islamisierung an. Ihr bewaffneter Arm ist die Armé islamique du Salut (AIS). In Deutschland leben ca 300 Mitglieder der FIS.

In Deutschland wird die FIS, die in Algerien Frauen, Demokraten und Intellektuelle blutig verfolgt hat, durch die "Exekutivinstanz der FIS im Ausland" repräsentiert.

Zu einem der zahlreichen Anschläge der Islamisten in Algerien gehörte der Überfall auf Schüler im Schlafsaal ihrer Schule im Monat Ramadan 1999, der ein Bild des Grauens hinterliess.

Die in Deutschland lebenden Anhänger verhalten sich laut Verfassungsschutzbericht "abwartend." Der wegen vielfachen Mordes in Algier gesuchte Kopf der Heilsfront kann in Deutschland ungestört agieren.

Die Journalistin Djemila Sedekki, die nach einem Interview mit "Emma" ins Exil flüchten musste, sagt über die algerischen Islamisten (die in Deutschland Asyl bekommen):

  • "Diese algerischen Islamisten sind Terroristen, die bei uns die Menschen abschlachten, die Frauen in den Dörfern vergewaltigen und Schulen und Wälder anstecken. Sie haben nur ein Ziel: die Verhinderung der Demokratie und die Einführung des Gottesstaates. Diese Leute sind einfach Faschisten, nichts anderes."

Sie bezeichnet den Notstand in Algerien seit 1991 als "letzte Notbremse gegen die drohende Machtübernahme der Gotteskrieger." Die Scharia, gegen die sich in den 1980er Jahren algerische Frauenrechtlerinnen zusammenschlossen, erlaubt Männern, im Namen ihrer weiblichen Verwandten zu wählen! (Das was Scholl-Latour unter demokratisch versteht). Erst seit 1991 dürfen Frauen wieder selber wählen.)

Sedekki im Interview mit "Emma":

  • "Aber Frauen waren schon vorher dran: Alleinstehenden, geschiedenen, berufstätigen Frauen stecken sie die Häuser an und verbrennen sie mitsamt den Kindern. Oder sie bedrohen Studentinnen auf dem Weg zur Universität. Oder sie spucken uns auf der Strasse an: Uns, das heisst alle Frauen ohne Schleier." (das was Scholl-Latour, der von viriler Brutalität fasziniert ist und religiösen Terror im Stil Khomeinis bewundert, unter "gemässigt" versteht)

Die Opfer des islamistischen Terrors gehen in die Hundertausende. Zuerst Frauen, dann Journalisten, Demokraten, Intellektuelle. Über 2000 Frauen wurden von den Islamisten verschleppt, keine internationale Organisation hat gegen Folter, Vergewaltigung und Verschleppung der Frauen protestiert. Die Terroropfer erhalten in Deutschland kein Asyl, wohl aber ihre Verfolger.

Auch Frauen, die von einem Gottesstaat verfolgt werden, erhalten kein Asyl, da ihre geschlechtsspezifische Verfolgung nicht politisch sei, sondern "kulturell" bedingt. CSU-Politiker wollen diese offenkundige Verfolgung nicht als Asylgrund anerkannt wissen.

Eine der von Islamisten Verfolgten ist die Schriftstellerin Taslima Nasreen aus Bangladesh. Gegen ihr Buch "Schande" wurde eine Fatwa ausgesprochen und sie war ihres Lebens nicht sicher in ihrer Wohnung, vor der ein johlender Männermob demonstrierte. Nicht genug der Beschimpfung, - als sie endlich im Exil in Schweden war, attackierte der Schweizer Journalist, Ulrich Müller-Burkhardt die Verfolgte noch, sie werde gar nicht verfolgt, befand Herr Müller-Burkhardt, sie mache sich nur wichtig. Islamistische Fanatiker haben viele Freunde, verfolgte Frauen wenige.

Ein Islamistenfreund, der auf seiner Website "Islamismus gegen die Intellektuellen?" aufgebracht gegen den Widerstand algerischer Frauen, vorab Feministinnen, auf die er es ganz besonders abgesehen hat, polemisiert, bringt als Beispiel seines Rechtsverständnisses das Folgende:

  • "Ist eine junge Frau von ihrem Verlobten ermordet worden (1993), 'weil sie ihn gerade verlassen hatte'? Ihr Name wird nichtsdestotrotz Hunderte von Malen in den Medien der ganzen Welt gepuscht als ein Opfer 'der Weigerung, den Hijab zu tragen."

Das muss man zweimal lesen, bis man begreift: der Mann will sagen: Sie wurde ja nicht wegen des Schleiers ermordet. Was macht man ein Aufhebens davon! Es gab offenbar einen reellen Mordgrund.

Die algerische Bewaffnete Islamische Gruppe (GIA, Groupe Islamique Arm&sbquo, die über Aktivisten in Deutschland verfügt, entstand aus einer Abspaltung von der FIS. Sie besteht nach eigener Auffassung aus besonders strenggläubigen Muslimen und verfolgt die Errichtung eines weltweiten Gottesstaats mit teroristischen Mitteln, in dem nur noch Koran und Scharia Gültigkeit haben. Die Anhänger gehen mit wahlloser Gewalt gegen alle "Ungläubigen und Abtrünnigen" vor und richten immer wieder Massaker unter der Zivilbevölkerung an.

Aus dem Zerfall der GIA gingen zahlreiche Kleingruppen hervor unter Führung regionaler Warlords. Es kommt immer noch zu Anschlägen in Algerien. Frauen, die noch Widerstand leisten, sind besonders gefährdet vom Terror und müssen ständig den Wohnort wechseln.

Die Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC, Groupe salafiste pour la prédication et le combat), 1997 gegründet von einem ehem. Gebietsemir der GIA, Hassan Hattab, versucht die in Europa lebenden Mitglieder der GIA in die Gruppe einzubinden. Die Gewaltaktionen der GSPC werden von Europa aus logistisch unterstützt, durch Verschaffung gefälschter Papiere und eines gesicherten Aufenthaltsstatus. Es bestehen auch Verbindungen zu den arabischen Mujahedin (islamische Gotteskämpfer). Der afghanische Gotteskämpfer Hekmatyar schüttete schon als Student unverschleierten Frauen Säure ins Gesicht. Schon vor Ausbruch des Talibanregimes verbreiteten die Mujahedin Terror und Schrecken unter den afghanischen Frauen. Die im Westen als "Freiheitskämpfer" begrüssten afghanischen Männer versklavten die Frauen. (Näheres siehe www.rawa.org)

Es gibt Einzelmitglieder der GSPC in Deutschland.

Der Islamische Bund Palestina (IBP), wurde 1982 von in Deutschland lebenden Anhängern der Muslimbruderschaft gegründet und versteht sich als Stellvertreter der HAMAS. Die Hamas hat die völlige Vernichtung Israels zum Ziel und die Errichtung eines islamistischen palestinensischen Staates in ganz "Palestina".

Die sunnitisch-extremistische HAMAS entstand aus dem palestinensichen Teil der Muslimbruderschaft. Sie hat ihren Schwerpunkt in der Westbank und Gaza und bekämpft Israel mit terroristischen Mitteln. Sie bestreitet den Alleinvertretungsanspruch der PLO für die Palestinenser.

In Deutschland führt der IBP jährliche Kongresse durch, zu denen namhafte Vertreter der Muslimbruderschaft aus arabischen Staaten wie Tunesien, Ägypten, Sudan, Jordanien und Palestina als Redner eingeladen werden.
Am 19. Jahreskongress im Juni 2000 unter dem Motto "Jerusalem - Die Träume von gestern und die Wette auf die Zukunft" unterstützten die Redner die Terrororgnisationen HAMAS, Hizb Allah und den Palestinensischen Islamischen JIHAD.

Die Hizb Allah (Partei Gottes), 1982 auf Betreiben des Iran im Libanon gegründet nach dem Einmarsch israelischer Truppen, hat die völlige Vernichtung Israels zum Ziel und die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im Libanon nach iranischem Vorbild sowie die Herrschaft des Islam über Jerusalem.

Die Hizb Allah bemüht sich um den Aufbau einer effizienten Organisationsstruktur in Deutschland. Anlaufstelle für ihre Anhänger ist das Islamische Zentrum in Münster.

Die Union Islamischer Studentenvereine (U.I.S.A) bekennt sich zum islamischen Gottesstaat, wie er aus der iranischen Revolution hervorging und hat den Export dieser Revolution in alle Welt zum Ziel, wobei er als Hauptgegner im Kampf die USA und ihre Verbündeten betrachtet. Angestrebt wird eine weltweite Islamisierung. diese Bestrebungen richten sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Die U.I.S.A. wurde bereits in den 60er Jahren als Anti-Schah-Bewegung begründet und versteht sich seit der Machtübernahme Khomeinis als Dachorganisation der regimetreuen iranischen Studenten im Ausland.
Zu ihren Aktivitäten gehört die Propagierung der Ideen Khomeines sowie die Bekämpfung von Oppositionellen. Treffpunkt war bis 1990 das Islamische Zentrum Aachen, seither finden die Treffen im Islamischen Zentrum Hamburg statt.

In Berlin werden seit 1996 regelmässig Kundgebungen zum Ghods-Tag (Jerusalem-Tag) veranstaltet, an dem nach Vorstellung Khomeines Muslime ihren Hass und ihre Bereitschaft zum Kampf gegen Israel zum Ausdruck bringen sollen. An den Demonstrationen zum Ghods-Tag werden antijüdische Parolen skandiert. Die Kundgebungen stehen in Verbinduing zur U.I.S.A.

Unter dem Dach des Zentralrats der Muslime in Deutschland sind u.a. als extremistisch eingestufte islamistische Zentren organisert wie die "Islamische Gemeinschaft von Al Khalifa" und die "Islamischen Zentren" der panarabischen Muslimbruderschaft. Ihr erklärtes Ziel ist die Abschaffung der Demokratie und Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Ebenso zum Zentralrat gehört die "Islamische Religionsgemeinschaft Berlin"(früher "Islamische Föderation", die vom Verfassungsschutz als extremistisch beurteilt wird. Dennoch wurde sie 1998 als gemeinnützige "Religionsgemeinschaft" anerkannt. Dank dessen dürfen die Islamisten an zwei Berliner Schulen Religionsunterricht erteilen.

In Basel, das für seine vorbildliche Integrationspolitik bekannt ist, wurde ein Imam ausgewiesen, der seine Schüler dermassen fundamentalistisch verhetzt hatte, dass sie in der Schule anfingen, gegen Mädchen aggressiv zu werden. ("Die Weltwoche", 15. Nov.01)

Der deutsche Verfassungsschutzpräsident Frisch machte bereits 1996 darauf aufmerksam, dass es zur Strategie der Islamisten gehöre,deutsche Frauen zu heiraten, zur Erlangung der Staatsbürgerschaft und zur Missionierung der deutschen Frauen. Umgekehrt darf eine Muslima keinen Nicht-Moslem heiraten. Wie leichtgläubig sind die Frauen, die sich vor den Karren islamistischer Frauenunterdrückung spannen lassen! Unter den Konvertitinnen finden sich besonders fanatische Verteidigerinnen des Kopftuchs, das mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts durchgesetzt werden soll in den staatlichen Schulen.

Kostprobe für die Disziplinierung der Frauen aus Milli Gazete, dem Verbandsorgan von Milli Görus:

  • "Ihr müsst willig sein, das Haus des Ehemannes, das ihr mit einem weissen Brautkleid betreten habt, nur mit einem weissen Totenhemd zu verlassen."

Milli Görus beherrscht den Islamrat der Bundesrepublik Deutschland. Der Zentralrat der Muslime ist ein beliebter Dialogpartner für deutsche Politikerinnen.

Islamrat und Zentralrat der Muslime streiten vereint für das Kopftuch.
In Sachen Frauen sind sie sich alle einig, auch mit so manchem Vertreter kirchlicher und staatlicher Institutionen.

Ein evangelischer Pfarrer in Braunschweig empfahl den deutschen Frauen, einmal im Monat als Solidarität mit den Türkinnen das Kopftuch zu tragen. Auf die Idee, dass die Türkinnen einmal im Monat zur Erinnerung an eine bedrohte Freiheit das Kopftuch ablegen könnten, kam der gute Mann nicht.

Der Islamismus stellt eine schwere Bedrohung demokratischer Freiheitsrechte dar, zu allererst für die Frauen. Als die Frauenzeitschrift "Emma" 1993 davor warnte, wurde sie wüst beschimpft von linker Seite. Auch von Frauenblättern, so der "Frauenzeitung München" und der "Schlangenbrut" Münster ("rassistisch imperialistische Hetze" u.a.).
Merke: Als rassistisch werden Feministinnen diffamiert, die sich gegen den Geschlechtsrassismus zur Wehr setzen.

Der Grund für die Blauäugigkeit gewisser deutscher Linker gegenüber den islamistischen Umtrieben (es gab noch keine linke Protestdemo gegen den islamistischen Terror gegen Frauen in Algerien oder in Afghanistan oder Saudi-Arabien) liegt zweifellos in der untergründigen bis offenen Sympathie der einheimischen Männer für die islamischen Frauenbesitzer und -kontrolleure. Wo Protest angezeigt wäre, zeigen auch Kirchenmänner und -frauen eifrig "Dialog"bereitschaft. Da reichen sich die Patriarchate von Orient bis Okzident brüderlich die Hand.

Wie sagt doch der Prophet?

"Den Frauen fehlt es an Verstand und an Religion." Das erinnert an den Hexenhammer, die "femina" ist danach die, "die weniger Glauben hat."
Was soll sie auch glauben?