FRAUENFOCUS 2000: Scharia en detail

Aus Frauenfocus 2000 
2) Ein paar Details zur Scharia nach den orthodoxen Schulen:
Die Frau ist keineswegs frei in der Wahl des Ehemanns. Sich kennenlernen vor der Ehe gilt als westlicher Sittenverfall. Ein Verlöbnis gibt es nicht. Die Väter haben vielfache rechtliche Einwirkungsmöglichkeiten auf die Eheschliessung der Töchter. Man behauptet zur Verteidigung dieser Unsitte der Zwangsverheiratung, dass die westlichen Ehen hohe Scheidungsziffern hätten.
Offenbar gilt ein erzwungenes Verbleiben in der Ehe als besser...
Nach der Lehre der Hanafi erfordert die Eheschliessung die Anwesenheit zweier männlicher Zeugen oder eines männlichen und zweier weiblicher, deren Zeugnis nur halb so viel wert ist wie das eines Mannes.
Die Ehe kann auch mit Minderjährigen geschlossen werden, die die Pubertät noch nicht erreicht haben. In diesem Fall gibt es auch keine betreffende eigene Willenserklärung der Minderjährigen, sondern eine solche durch den Vormund.
Die Verheiratung von Kindern, insbesondere von Mädchen, entspricht einer alten arabischen "Gesellschaftsgegebenheit", wie diese patriarchale Unkultur auch in westlichen Darstellungen beschönigend heisst, die aber vom Islam keineswegs abgeschafft wurde. Die Hanafi-Schule lässt eine Eheschliessung durch den Vormund grundsätzlich zu.
Ist der Vormund nicht der Vater oder Grossvater des Kindes, kann es bei Erreichen der Pubertät (!) wählen, ob es die Ehe vollziehen will oder zurückweisen. Klartext: Väter und Grossväter können ihre Kinder oder EnkelInnen verheiraten nach Belieben. Welche Möglichkeiten das Kind bei Erreichen der Pubertät noch hat, die von einem anderen Vormund zwangsgeschlossene Ehe anzufechten, möge der Horrorfantasie überlassen bleiben. Denn mit "Vollzug der Ehe" erlischt das Einspruchsrecht. Wer kann hier was vollziehen?
Welche Art von Vormündern über das Mädchen entscheiden, verdeutlicht folgende strikt patriarchale Reihenfolge: Vater, Grossvater und Vorväter, Vollbrüder, Halbbrüder von derselben Mutter, Söhne von Vollbrüdern, Söhne von Halbrüdern, Vollbrüder des Vaters, Halbrüder des Vaters von der selben Mutter sowie väterliche Verwandtschaft.
Mädchen können nur von einem Mann verheiratet werden.
Vater und Grossvater haben also dass absolute Verfügungsrecht über ein Mädchen. (nicht nur nach der Hanafi-Schule, sondern auch nach der Shafi'i und der Shi'a.) Werden Vater oder Grossvater als Ehevormund bei der Eheschliessung tätig, gibt es keinen Einspruch mehr dagegen für das Mädchen.
Auch nach der Pubertät bedarf das Mädchen auch noch eines Ehevormunds, der an ihrer Stelle die Willenserklärung abgibt.
Die Hanafi-Schule legt das Alter der Pubertät auf 15 Jahre fest. Als frühester Zeitpunkt gilt bei Knaben das Alter von zwölf, bei Mädchen von neun Jahren.
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In Afghanistan sank während des Taliban-Regimes, unter dem Mädchen nicht zur Schule gehen durften, das durchschnittliche Heiratsalter um die Hälfte. Die Mädchen heiraten (d.h. werden verheiratet) im Alter von elf bis fünfzehn Jahren. ("Die Weltwoche" 22.11.01) Über diese Art legalisierten Kindesmissbrauchs ist in den westlichen Medien so gut wie nichts zu erfahren.
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Nach dem Recht der maliki und shafi'i wird eine Jungfrau erst durch die Eheschliessung volljährig. Damit ist die Eheschliessung ohne Zustimmung des Vaters ausgeschlossen. Der Vater kann seine minderjährige Tochter aber ohne deren Zustimmung verheiraten.
Nach der Maliki-Schule hat der Vater einer geschiedenen Frau das Recht, einer weiteren Eheschliessung zu widersprechen. Sie wird also über die Scheidung hinaus entmündigt.
Nach der Hanafi- und Hanbali-Schule ist die Eheschliessung durch Vater oder Grossvater unwiderruflich. Die anderen Schulen ermöglichen einen Widerruf durch die volljährig gewordenen Verheirateten, wie immer das in der Praxis aussehen mag, wenn man den enormen Psychoterror, dem die Mädchen ausgesetzt sind, bedenkt.
Der Koran erlaubt dem Mann die Polygamie mit zahlenmässiger Beschränkung auf vier Frauen, die Beschränkung galt nicht für Sklavinnen.


Eine zweite Eheschliessung der Frau zu Lebzeiten ihres Mannes gilt als absolut nichtig, hingegen führt eine fünfte Eheschliessung des Mannes nicht unbedingt zu einer nichtigen Ehe, sondern lediglich zu einer fehlerhaften (fasid).
Der Mann muss bei Ausspruch der Scheidung die Pubertät erreicht haben.
Der Mann kann die Scheidung erwirken durch dreimaliges Aussprechen des Wortes talaq, "ich verstosse dich". Die Frau kann eine Scheidung nur vor Gericht erwirken, wenn sie nachweist, dass der Mann gewalttätig ist, so in Ägypten. Die ägyptischen Parlamentarier setzten durch, dass die geschiedene Frau auf sämtliche finanzielle Unterstützung verzichten muss. Offenbar zur Strafe für die Scheidung.
Das talaq ist ein arabisches Gewohnheitsrecht, das dem Koran entspricht. Angeblich schützt es die Frau vor Willkür des Mannes, in Wirklichkeit hat die Frau nicht den geringsten Einfluss auf ihre Verstossung durch den Mann. Daran ändern auch die Fristen für das talaq nichts.

Weitere Beispiele aus der Scharia
Ratschläge von Scharia-Experten

Unter dem Titel "Different Issues Regarding The Sharia Law" erfährt man im Internet von diversen Sheikhs, wie die Sharia heute ausgelegt wird, wobei die Steinigung für Ehebruch, wie sie in fundamentalistisch islamischen Ländern üblich ist, verschwiegen wird, so als gäbe es sie nicht. Zum Hände-Abhacken äussert sich ein Emir dagegen ausführlich. Von Auspeitschung ist nicht die Rede, wie sie in Saudi-Arabien und im Iran verbreitet ist. Aber was noch übrigbleibt an Vorschriften zum Umgang der Geschlechter, reicht aus, um das Gruseln zu lernen.
Die Erläuterungen zur Geburtenkontrolle machen deutlich, wozu die Frau da ist.
Auf der Konferenz führender Gelehrter aus Saudi-Arabien wurde ein Verbot der Geburtenkontrolle ausgesprochen. Die Pille ist nicht erlaubt. Die Fortpflanzung soll gemäss Allah zu einer grösseren muslimischen Nation führen. Ausnahmen werden allenfalls zugestanden als krankheitsbedingte Pausen in der Gebärfrequenz. Wenn die Kinderbetreuung gefährdet ist, darf die Frau ein bis zwei Jahre mit dem Gebären aussetzen, andere Gründe werden nicht zugestanden, vor allem nicht das eigene Ermessen der Frau, die keine Kinder mehr will. Berufstätigkeit oder der Wunsch, nach ihrem eigenen Gutdünken zu leben, gelten nicht. Also alle die Gründe, aus denen "die Frauen heute solche Pillen nehmen", sind untersagt.
Hierin treffen sich die Islamisten mit dem Vatikan, der sich auf der Bevölkerungskonferenz von Kairo mit ihnen verbündete. Der kleine Unterschied besteht nur darin, dass die katholische Kirche ihr Verhütungsgebot kaum noch durchsetzen kann, da Kirche und Staat getrennt sind im christlichen Kulturkreis. Nicht so im islamischen, der keine Trennung von Religion und Staat kennt.
Die monotheistischen Religionen sind Fortpflanzungsreligionen, die Macht durch Masse anstreben. Die Islamisten sprechen es noch deutlicher aus als die katholische Kirche, worum es geht.
Je niedriger die Stellung der Frauen, desto höher die Geburtenziffer. Der Islam weist das grösste demographische "Wachstum" auf von allen Religionen.

Zum angemessenen Heiratsalter fällt dem Scheich im Internet folgendes ein: "Ich rate den jungen Frauen, einen Mann nicht zurückzuweisen wegen seines höheren Alters. Selbst wenn er zehn oder zwanzig Jahre älter sein sollte, ist das keine gültige Entschuldigung."
Eine junge Frau hat also keine "Entschuldigung", wenn sie einen Mann nicht will. Sie hat überhaupt kein Recht, selbst zu wählen. Was geschieht, wenn sie das doch tut, ist im Bericht von Amnesty International über die Ehrenmorde in Pakistan nachzulesen.
Als leuchtendes Beispiel wird der Prophet angeführt, der seine Frau Aischa als Kind heiratete, als er 43 war. Das höhere Alter schade nicht, meint der Ratgeber dazu. D.h. Aisha wurde verheiratet, als sie sechs oder sieben war, und der Prophet "vollzog die Ehe", als sie neun war.
Es sei nicht erlaubt, in den Medien gegen solche Altersunterschiede zwischen Mann und Frau zu sprechen!
Möchten die Islamisten verbieten, sich gegen Kindesmissbrauch zu äussern? Oder wird er durch die Kinderehe geheiligt?
Wenn der zukünftige Ehemann geeignet sei, d.h. religiös, dann "muss sie einwilligen" (!), auch wenn er älter ist als sie.
Wer entscheidet darüber, ob er "geeignet" ist? Sie muss so oder so zustimmen. Es gibt ja keine "Entschuldigung". Wofür soll das Alter eine "Entschuldigung" sein? Dafür, dass sie den Mann nicht will. Aber das gilt nicht. Wenn sie ihn ablehnt, ist sie also schuldig.
Was geschieht, wenn sie es nicht tut?
Dann gibt es "Drangsal und grosses Übel im Land". Dieser Meinung sind auch die Ehrenmörder. ___________________________________________________________________
Unzählige Mädchen im islamischen Kulturkreis erfahren die Nötigung zur Heirat. Für den Fall, dass sie den Antrag dazu ausschlagen, wird mit grossem Unglück gedroht. Das Unglück nimmt oft die Form von "Familientragödien" an. Gründe zum Aufschub einer Heirat wie Ausbildung werden nicht gebilligt.
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In scheinbarem Widerspruch dazu heisst es dann , die junge Frau solle nicht gezwungen werden, einen Mann gegen ihren Willen zu heiraten. Der Vater müsse ihre Einwilligung suchen, wenn sie neun Jahre oder älter sei.
Wie die Wirklichkeit aussieht, zeigt die Praxis der seuchenartig verbreiteten Ehrenmorde an jungen Frauen, die nicht ihre Einwilligung zur Wahl des Ehemanns durch den Vater geben.
Die erzwungene Heirat sei nicht gültig, heisst es, aber " "Die einzige Ausnahme (sei) der Fall, wenn die Tochter des Vaters weniger als neun Jahre alt“ (sei). Es sei "kein Schaden, wenn er sie verheirate, wenn sie weniger als neun Jahre alt" sei. Das entspricht der "korrekten Meinung" der Gelehrten.
Wie frei in ihrer Entscheidung ist ein Mädchen unter solchem Vaterrecht, das schon im Alter von weniger als neun Jahren verheiratet werden kann, und das auch nachher einen älteren Mann nicht ablehnen darf?
Weiter heisst es, der Ehemann dürfe sich der über Neunjährigen nicht nähern, selbst wenn der Vater es wünsche.
Anschliessend werden die Frauen gemahnt, Allah zu fürchten und den Mann zu akzeptieren, den der Vater für passend findet, wenn seine Religion und sein Charakter gut seien. Das gelte auch, wenn der Mann, der das Mädchen verheiratet, nicht ihr Vater sei, sondern ihr Vormund.
Frauen stehen generell unter Vormundschaft der männlichen Verwandten.
Die Nötigung der Frauen zur Heirat wider Willen wird auch begründet: die Ehe habe eine Menge Gutes und Wohltätiges.
Für den Mann versteht sich. Unverheiratete Mädchen müssten mit einer Menge Ärger rechnen.
Das stimmt, bis zur Ermordung.
Dem väterlichen Psychoterror wird Nachdruck verliehen durch nochmalige Wiederholung: "Ich rate allen jungen Frauen, die Männer zu akzeptieren, die zu ihnen kommen, wenn sie qualifiziert sind. Sie sollten nicht Schule, Lernen und andere Gründe als Ausrede gebrauchen, um die Heirat zu vermeiden.".
Diese Belehrung über die (Kinder)Heirat (!) tut zunächst so, als sollte ein Mädchen nicht gezwungen werden, zu heiraten. Auch ihr Vater könne sie dazu nicht zwingen. Wenn das Mädchen neun Jahre ist, darf der Vater sie nicht gegen ihren Willen verheiraten... ist sie aber jünger (!), bedarf es ihrer Zustimmung nicht! Als Zustimmung gilt ihr Schweigen. Zum Beispiel, wenn das Mädchen Angst hat, dem Vater zu widersprechen.... Alsdann werden die Mädchen vom Ratgeber aufgefordert, den Mann, den der Vater passend findet, nicht zurückzuweisen. Womit die scheinbare Freiheit der Wahl wieder aufgehoben wird. Denn welches Mädchen könnte sich der Autorität des Sheiks widersetzen oder der Gewalt des Vaters. Auch ein Vormund (legal guardian) kann die Wahl für sie treffen. Die Mädchen sollen jeden Mann heiraten, der sie heiraten will und geeignet ist, d.h. durch seine religiöse Einstellung - nicht weil das Mädchen ihn will. Es sei kein Fehler, wenn sie weniger als neun Jahre sei! Kinderheirat wird ausdrücklich gebilligt. Es sei für das Mädchen besser, verheiratet zu sein. Es gebe viele Wohltaten in der Ehe. Die sexuelle Benutzung Minderjähriger scheint eine grosse Wohltat zu sein.
Keine Wohltat ist die Ehe, wenn der Mann Christ ist.
Die Ehe zwischen einem christlichen Mann und einer Muslimin ist ungültig. Die Kinder sind Kinder der Unzucht.
Das Paar muss bestraft werden nach dem Gesetz des islamischen Staates.
Was für eine Strafe hier vorgesehen ist, verschweigt der Sheik. Vielleicht Steinigung? Oder nur Auspeitschen? Dem deutschen Kaufmann Helmut Hofer, der im Iran ein Verhältnis mit einer Muslima gehabt haben sollte, drohte die Todesstrafe.
Musik hören und singen macht die Ehe nicht ungültig, aber der rechtgläubige Partner darf an dem Übel nicht teilnehmen. Die Frau soll den Mann, wenn er Musik hört, zwar ermahnen und nicht zuhören, aber sie darf sein Haus nicht verlassen, um zu ihrer Familie oder sonstwohin zu gehen ohne seine Erlaubnis.
Dann muss sie also doch zuhören?
Die Polygyny wird mit Sorge für Kinder begründet, - wenn z.B. ein Mann ein Waisenkind zu versorgen habe. Es gebe viele Frauen und Allah mache es dem Mann nicht schwer. Viele Frauen führten zu mehr Keuschhheit! Ausserdem gebe es mehr Kinder.
(Osama bin Laden soll eines von vierzig bis fünfzig Kindern seines Vaters gewesen sein, offenbar ein Indiz für mehr Keuschheit.)
Es sei für die Frauen besser, wenn sie sich einen Mann teilten, als keinen zu haben.
Für den Propheten gelten spezielle Regeln. Er hatte neun Frauen.
Noch heute leben unzählige Frauen lebenslang eingesperrt im Harem, den sie nicht verlassen dürfen. Sie werden wie gefangene Tiere gehalten. (Vgl. Golombek, Renate, Der Islam, Anatomie einer unbarmherzigen Religion.)
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Was gut ist für die Frauen, bestimmen Männer. Die Frau hat kein Recht, weitere Frauen des Ehemannes abzulehnen.
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Nicht verwandte Männer darf eine Frau nicht anschauen. "Es gibt keinen Unterschied in diesem Punkt zwischen einem Schlachtfeld und einem Sportfeld".
Denn "eine Frau ist schwach", weiss der Sheikh.. Deshalb sollte sie lieber auch nicht Fernsehen.
Dass die Männer auf dem Schlachtfeld gern unter sich sind, dürfte bekannt sein.
Das beste ist, eine Frau wird ganz weggesperrt aus der Öffentlichkeit, damit sie keine fremden Männer zu sehen bekommt..
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Auch Korrespondenz zwischen jungen Männern und Frauen ist nicht erlaubt, wenn sie nicht verwandt sind.. Denn dies könnte ja eine Quelle der Versuchung sein. Der Teufel könnte einen der Korrespondenzpartner zum Unheil anstiften! Auch die Ankunft des Anti-Christ wird bemüht, um solche Korrespondenz zu unterbinden!
Korrespondenz muss daher vermieden werden wie die Versuchung durch den Antichrist.
Gut zu wissen wie gefährlich das Leben ist.
Auch das Internet könne höchst gefährlich sein! Interessanterweise verbreitet der Shaikh seine Botschaften via Internet.
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Abfall vom Glauben muss mit dem Tod bestraft werden. Der Prophet:
"Wer seine Religion verlässt, muss getötet werden."
Wie der Apostat getötet werden soll, der vom Glauben abfällt, wird nicht gesagt. Vielleicht wird das offen gelassen, weil die Steinigung nicht in allen Ländern der Welt üblich ist? Vielleicht Kehle durchschneiden?
Voreheliche Beziehungen sind verboten. Die Gesellschaft einer nicht verwandten Frau ist für einen Mann nicht erlaubt, weder Sprechen noch Anschauen noch irgendeine private Beziehung. Er darf nicht allein sein mit einer Frau ausser in Gegenwart ihrer Aufsichtsperson. Eine Frau darf nicht allein reisen ausser unter männlicher Aufsicht.
Wie soll sich ein Paar kennenlernen, wenn es sich vor dem Ehevertrag nicht allein sehen darf? Viele Frauen haben ihren Mann vor der Heirat noch nicht gesehen. Sollten sie einen Mann kennenlernen gegen den Willen des Vaters oder der Brüder, verstossen sie gegen die "Familienehre". Verstösse gegen die "Familienehre" werden gern mit Ehrenmord geahndet.
Wer sagt, dass die Bevölkerungsexplosion Armut und Hunger verursacht, der irre. Wer die Zahl seiner Kinder auf eine gewisse Anzahl beschränken wolle, riskiere, dass alle in einem Jahr sterben und keines übrigbleibe. Daher ist unbegrenzte Vermehrung angesagt. Geburtenkontrolle ist untersagt.
Die bevölkerungspolitischen Überlegungen zeigen in schöner Offenheit, wo Gott hockt. Allah ist auf Seiten der durchsetzungsfähigen Gene.
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Wenn ein Mann nicht betet, darf die Frau nicht bei ihm bleiben. Sie darf nicht bei einem Ungläubigen bleiben. Die Ehe gilt als null und nichtig.
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Dass der Mann nicht betet und glaubt, macht die Ehe nichtig! Nicht dass er die Frau überwacht, das ist kein Scheidungsgrund. Dabei soll es doch so gut sein, verheiratet zu sein. Zwangsscheidung ist also auch vorgesehen. Die Fälle sind bekannt aus Ägypten, wo Nawal el Sadaawi zwangsgeschieden werden sollte.
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Wenn ein Mann für lange Zeit mit unbekannter Adresse abtaucht, kann er zurückkommen und seine Frau zurückverlangen, auch wenn sie wieder geheiratet hat..
Der Mann kann solange er will verschwinden ohne Lebenszeichen und anschliessend wieder seine vollen Rechte gegenüber der Frau geltend machen. Die Frau wird ihm zurückerstattet, ob sie will oder nicht. Was die Frau will, davon ist hier mit keinem Wort die Rede, quantité négligeable.

Eine junge Frau darf die Heirat nicht ablehnen, um ihr Studium zu beenden.
Das sei gegen den Befehl des Propheten. (against what the Prophet commanded).
Indem sie die Heirat vermeide, gehe sie der "Wohltaten der Ehe" verlustig. Auch wenn sie lieber die Wohltaten des Studiums erleben will.


Die moslemischen Brüder, "die die Wächter der Frauen sind", und die Musliminen werden angewiesen, nicht von der Heirat abzusehen, um die Schule zu beenden.
Dazu fallen uns Fälle ein, wo türkische Schülerinnen in Deutschland von ihrer Familie verheiratet werden und anschliessend der Ehemann in der Schule erscheint, um sie abzumelden.
Die Elementarkenntnisse in Lesen und Schreiben genügten für die Frau, sodass sie den Koran lesen könne. Das sei alles, was sie wirklich brauche.
Zuviel Wissen ist unerwünscht für Frauen, sie könnten ja auf die Idee kommen, elementare Rechte zu haben gegenüber ihrem Ehemann.
Medizin darf sie zur Not noch studieren, weil das anderen als ihr selber nützt. Das Studium dürfe aber keine verbotenen Aspekte einschliessen, wie die Vermischung mit Männern.
Am besten studiert sie so, das sie nicht mit lebenden Männern in Verbindung kommt. Anatomie ist erlaubt.
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Die Scheidung ist für den Mann jederzeit erreichbar, durch dreimaliges Aussprechen der Scheidungsformel. Er darf aber die Scheidungsformel nicht aussprechen, wenn die Frau menstruiert. Hingegen kann er die Frau verstossen, wenn sie schwanger ist, "wann immer er will".
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Berühren darf der Mann keine nicht verwandte Frau, auch nicht Hand geben.
Frauen sind während der Menstruation "unrein". Sie gehören zur Kaste der Unberührbaren...
Probleme!
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Dürfen Frauen Auto fahren?

Zweifellos nicht, denn dann bewegen sie sich ja ausserhalb der Reichweite ihrer männlichen Aufsichtspersonen. Die Argumente, die zu diesem Verbot beigebracht werden, sind ausserordentlich ausführlich. Vor allem die Aussprüche des Propheten werden bemüht, der solches schon im 7. Jahrhundert zu unterbinden wusste.
Das Autofahren von Frauen bedeute "viele Übel und habe sehr negative Konsequenzen."

Das hat es zweifellos. Wehe die Frau wagt es! Im Iran darf sie sich nicht mal von einem Kollegen nach Hause bringen lassen im Auto. Eine Frau, die das gewagt hatte, wurde von der Religionspolizei aufgegriffen und ausgepeitscht, sie verlor dabei ein Auge
Ein Dorn im Auge ist den Hütern der Scharia, dass die Frau dabei unbeaufsichtigt sei.
Allah habe angeordnet, das die Frauen des Propheten und der Gläubigen in ihren Häusern bleiben sollten und den Hijab tragen.


Woraus hervorzugehen scheint, dass Autofahren zur Promiskuität führt.
Allah habe auch gesagt, der Prophet solle seinen Frauen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen sagen, sie sollten ihre Schleier über den ganzen Körper tragen.
Auch das scheint ein klarer Hinweis gegen das Autofahren zu sein.
Die Frauen sollten ihren Blick niederschlagen - was beim Autofahren nicht gut möglich ist. Sie dürfen ihren Schmuck nur ihren Gatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Gatten (!), ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder ihrer Schwestern, oder ihren Frauen und weiblichen Sklaven oder den alten männlichen Dienern, die keine Kraft mehr haben, oder kleinen Kindern, die noch keinen Sinn für die sexuelle Scham haben, zeigen.
Womit der Lebensraum der Frauen klar umrissen sein dürfte. Dass sie beim Autofahren nicht in Reichweite dieses Personenkreises bleiben können, ist von Übel.

Der Prophet wusste auch, dass "ein Mann niemals allein ist mit einer Frau, es sei denn, Satan ist der dritte."
Allah habe die härtesten Strafen für Verderbtheit vorgesehen, um die Gesellschaft vor der Verbreitung ihrer Ursachen schützen. Das Autofahren von Frauen, sagt der Schariaexperte, sei eine der Ursachen, die dazu führe.
Man sieht, wohin das Autofahren von Frauen führt. Frauen gehören nicht ans Steuer, auch nicht im Auto..
Dies sei offensichtlich, meint der Scharia-Gelehrte. Allerdings scheint es nicht so offensichtlich, dass es nicht noch mit Allah untermauert werden muss, es könnten ja Zweifel aufkommen am Sinn der offensichtlichen Abstrusitäten.
Ein weiterer Koranvers wird bemüht: "Folge nicht den Fusstapfen Satans." Woraus ein klares Autofahrverbot für Frauen folgt, wenn man weiss, dass das Auto für Frauen des Satans ist.
Wie sagt der Prophet:
"Ich habe keine Versuchung hinter mir gelassen, die schädlicher ist für Männer als Frauen."
Auch das Höllenfeuer wird bemüht, um die Schädlichkeit von Frauen am Steuer zu unterstreichen. Es scheint nicht so ganz einfach zu sein, die Frauen von ihrer Schädlichkeit zu überzeugen. Man muss drohen, damit sie auch gehorchen.
Zum Schluss wir jeder Muslim aufgerufen, Allah zu fürchten in Wort und Tat und den Versuchungen zu widerstehen. Allah soll die Religion der Nation schützen, die offenbar durch Frauen am Steuer gefährdet ist.
Der Prophet hat an alles gedacht. Auch dass Frauen nicht Auto fahren dürfen. Es fällt auf, wie wortreich die Begründung ist. Reicht es nicht, dass Frauen in den Häusern bleiben sollen? Sogar das Höllenfeuer wird bemüht, damit man sieht was geschieht, wenn Frauen am Steuer sitzen. Sie bringen grosses Unglück und wälzen die ganze Gesellschaft um. Versteht sich. Denn wenn sie Auto fahren, können sie sich ausserhalb der Reichweite ihrer Väter, Männer, Brüder bewegen, das muss verhindert werden. Beruht diese Gesellschaft doch auf der Kontrolle der Männer über die Frauen. Die Kameltreiber und Wüstenstämme des 7. Jahrhunderts haben vorgesorgt, dass die Frauen und Töchter und Schwestern der Ölmagnaten nirgends ans Steuer dürfen.
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In Saudi-Arabien dürfen auch nicht muslimische Frauen nicht Autofahren. Sie müssen sich auch verschleiern. US-Soldatinnen dürfen die Kaserne nur in Begleitung von Männern verlassen. Dagegen hat Oberstleutnant Martha McSally bei der U.S.-Armee Klage eingereicht. Blick 5.12.01.
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Dass Frauen am Arbeitsplatz mit Männern zusammen arbeiten, ist natürlich sehr gefährlich, hat "negative Konsequenzen" und widerspricht klar den Texten der Scharia, die den Frauen befiehlt, im Haus zu bleiben und jene Arbeiten auszuführen, die speziell für sie bestimmt seien und für die Allah ihre Natur geschaffen habe.
Dass die Frau von Natur aus zur Hausarbeit geschaffen sei, muss man ihr aber mit vielen Drohungen und Verboten eintrichtern, sonst begreift sie ihre Natur nicht.
Privates Zusammensein von nicht verwandten Männern und Frauen ist ohnehin nicht erlaubt. Also sei auch alles verboten, was dazu führt, zum Beispiel der Arbeitsplatz mit Männern.
"Bleibt in euren Häusern und zeigt euch nicht ..." lautet der Befehl
Die Weisungen werden so ähnlich begründet wie das Autofahrverbot für Frauen. Nur vor der oben aufgeführten Verwandtschaft dürfen die Frauen sich sehen lassen.
Die ist mit Sicherheit am Arbeitsplatz nicht vorhanden.
Wenn die Frau am Arbeitsplatz mit einem Mann allein ist, ist Satan der dritte.
Vor Männern am Arbeitsplatz wird gewarnt, aber generell wird vor Frauen gewarnt. Sie hätten schon den Stämmen Israels Ärger gebracht.
Die Vermischung der Geschlechter führe "zur Zerstörung der Gesellschaft."
Als abschreckendes Beispiel werden einige muslimische Länder erwähnt, in denen die Frauen das Haus verliessen und Rollen übernähmen, die nicht zu ihnen gehörten
Die weisen Menschen in diesen Ländern und in den Ländern des Westens (!) forderten die Rückkehr der Frauen zu ihren natürlichen Rollen, für die Allah sie geschaffen habe und auf die ihr Körper und Geist abgestimmt sei.
Zu den weisen Männern des Westens gehören mit Sicherheit die, die den Frauen die
Abtreibung und Geburtenkontrolle verbieten wollen. Wir kennen diese weisen Männer.
Der Scheikh ahnt aber, dass seine Worte nicht auf fruchtbaren Boden fallen, es sei schon "zu spät". Die Weisen setzen sich offenbar nicht überall durch.
Besonders überzeugend ist die Feststellung, Frauen brauchten keinen Berufsarbeitsplatz, weil es genügend Jobs für sie im Haus gebe.
Dann wird Allah angerufen, die Länder der Muslime vor den Machenschaften der Feinde zu schützen. Ganz besonders wohl vor berufstätigen Frauen.
Allah soll alle Muslims vor Irreführung und Versuchung und den Ursachen der Zerstörung schützen.
Eine klare Botschaft. Die Frauen gehören ins Haus, sie haben in der Berufswelt nichts zu suchen, wo sie die Männer in Versuchung führen und die Gesellschaft zerstören. Es werden z.T. dieselben Prophetenworte bemüht wie gegen das Autofahren, das auch des Teufels ist. Auch der Beruf führt zur Vermischung der Geschlechter, und da ist immer Satan im Spiel. Im Haus findet die Frau die Arbeit, die zu ihr passt, damit sie den Mann bedienen kann.
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Wozu brauchen Frauen einen Beruf, wenn sie doch "ein Ort der Erfüllung und des Begehrens sind für die Männer"
Allah habe auch die Gläubigen angewiesen, sie sollten, wenn sie die Frauen etwas fragen wollten, das von hinter einem Vorhang fragen.
Warum verstecken sich die Männer nicht hinter einem Vorhang, statt die Frauen zu verschleiern?
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Das Haus verlassen ohne Erlaubnis des Mannes darf die Frau nicht.
Sie muss ihn darüber informieren, wohin sie gehen will, und er kann es ihr erlauben, wenn es nicht der falsche Ort ist, "da er am besten weiss, was in ihrem eigenen Interesse ist."
No comment.
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Die Frage, ob frau das Haar oben auf dem Kopf zusammengebunden tragen dürfe, wird unter anderem mit dem Ausspruch des Propheten beantwortet: "Es gibt unter den Einwohnern der Hölle zwei Sorten von Leuten, die ich noch nicht gesehen habe."
Höllenbewohnerinnen scheinen das Haar auf dem Kopf zu tragen.
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Das Schlagen von Schülern ist erlaubt, wenn man sie nicht verletze. Die Wirkung sei grössere Freundlichkeit und Sanftheit.
Ïn den Koranschulen werden die Kinder häufig geschlagen. Das steht nicht im Widerspruch zum Koran. (vgl. Rolf Stolz, Kommt der Islam?)
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Erlaubte Arbeit für Frauen ist, was spezifisch für sie sei, etwas Frauenerziehung (?), oder Arbeit in der Verwaltung. Das steht im scheinbaren Widerspruch zu dem oben erklärten faktischen Berufsverbot. Dann folgt die Einschränkung: sie darf nicht an ausschliesslich Männern vorbehaltenen Plätzen arbeiten.
Womit klar ist, dass die Berufswelt Männern vorbehalten ist, denn die Frauen dürfen nicht an einem Platz arbeiten, der ihnen vorenthalten wird. Vorbehalten für Männer ist dasselbe wie ausgeschlossen für Frauen, also die meisten Berufe.
Sie darf auch zu Hause neben der Hausarbeit arbeiten, etwa als Schneiderin
Denn es gibt ja nichts Schädlicheres an Versuchung für den Mann als Frauen, und sie haben schon den Stämmen Israels Ärger gebracht.
Das ist so zu verstehen, dass der Mann der Frau die Berufsausübung natürlich verbieten kann, er kann dann als Tugendwächter der Frau auftreten, denn "er muss seine Familie und seine Frau davor bewahren, in solche Versuchungen zu fallen" und das "unter allen Umständen."
Die eheherrlichen Vollmachten sind unbeschränkt.
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Es ist auch nicht erlaubt, in Magazinen Bilder von Frauen anzuschauen, die keinen Schleier tragen, solche Filme und Magazine sollten verbrannt werden.
Bücherverbrennungen hatten wir doch schon.
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Musik hören und Singen ist verboten.
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Das Haar kurz zu schneiden wird missbilligt. Die Frau darf nicht wie ein Mann aussehen. Allah habe diese Frauen verflucht, die wie Männer wären.
Es ist auch verboten, das Haar so zu schneiden wie die Ungläubigen. Es ist nicht erlaubt, "die ungläubigen gottlosen Frauen zu imitieren", spricht der weise Mann.
Denn "wer Leuten gleicht oder sie imitiert, ist einer von ihnen, sagt der Bote Allahs."
Es leuchtet ein, dass nichts gefährlicher ist für die gläubigen Frauen, als den ungläubigen Frauen zu gleichen.

Es ist kein Zufall, dass in diesen Ratschlägen die (Todes)Strafe für Ehebruch nicht behandelt wird, die in islamischen Ländern durch Steinigung vollstreckt wird.
 

9.7.10 16:33

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