Frauenfokus 2001 Familienrecht im Maghreb

9) Familiengesetz im Maghreb

In Algerien wurde 1984 wurde ein Familiengesetz erlassen, wonach die Frauen nurmehr als "Tochter von", "Mutter von", "Ehefrau von" vorkommen. Sie sind keine Personen sui juris mehr. Die eigene Individualität unabhängig vom Mann wir ihnen abgesprochen. Das Gesetz macht sie in Sachen Bildung, Arbeit, Ehe, Scheidung und Erbe zu ewigen Minderjährigen. Sie gehen von der Vormundschaft des Vaters, Bruders oder eines nahen Verwandten in die des Ehemannes über
Über das Recht auf Schulbildung und auf Arbeit schweigt sich das Gesetz aus.
Den Frauen wird als ihre einzige Rolle die der Gebärerin zugewiesen, damit der Name des Mannes fortbesteht. Sie haben für sein Wohl und das ihrer Angehörigen zu sorgen
Alle anderen Rechte müssen sie ständig aushandeln.
So kann ein Mann die Frau zwingen, nicht mehr berufstätig zu sein. Sie schuldet ihm Gehorsam. Und die Eheschliessung erfolgt nie aufgrund der freien Entscheidung der Eheleute.


Die Scheidung kann zwar beidseits vereinbart werden, aber das ist nicht zwingend für den Mann. Bei ihm genügt die bloße Willensbekundung.


Die Auswirkungen der Scheidung sind für die Frauen und Kinder oft katastrophal.
Die Mutter bekommt zwar automatisch das Sorgerecht, aber nicht die Vormundschaft über ihre Kinder: Die elterliche Gewalt bleibt beim Vater.
Die Unterschrift des Vaters ist für alles Bedingung: von der Anmeldung in der Schule oder im Schwimmbad bis zur Erlaubnis, das Land zu verlassen. Die Frau wird so zur Gefangenen im eigenen Land und entmündigt. Die Wohnung wird ihr in der Regel verweigert. Der Mann hat ein Anrecht, doppelt so viel zu erben wie die Frau, obwohl es gerade die Frauen sind, die materielle Unterstützung brauchen, ganz besonders nach der Scheidung.


Die Kinderzahl ist entsprechend der niedrigen Stellung der Frauen hoch wie in allen islamischen Ländern. Dass sie keineswegs den Wünschen der Frauen entspricht, dafür sorgt schon die sexuelle Kontrollmacht und Verfügungsmacht der Männer, die gern als "Tradition" heruntergespielt wird. Bei einer statistischen Befragung in einem ostalgerischen Dorf im Jahre 1973 äussersten 95% der Mädchen den Wunsch, weniger Kinder zu haben als die durchschnittlichen 5 bis 6. Von den Frauen äusserten 79% diesen Wunsch.
Auch in Marokko schreibt das malikitisch-islamische Familienrecht die Ungleichheit der Frauen fest. Der Vater der Frau besitzt ein Einspruchsrecht gegen die Eheschliessung, die Frau wird also bis ins Erwachsenenalter entmündigt. Das marokkanische Familienrecht gilt als eins der "konservativsten". Es entrechtet die Frauen in zentralen Fragen, obwohl ihr Anteil am Arbeitsmarkt relativ hoch ist. Die Polygynie ist legal (nur in Tunesien gesetzlich abgeschafft), die Frau hat dagegen kein Einspruchsrecht und der Mann behält das Recht auf Verstossung. Scheidung seitens der Frau ist nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die Frau hat kein Recht auf Unterhalt, was bedeutet, dass Frauen faktisch gezwungen sind, auch in unerträglichen Ehen auszuharren.

In Tunesien ist das Familiengesetz vergleichsweise fortschrittlich. Dort können Volljährige die Heirat selber eingehen und brauchen keinen (männlichen) "Familienvertreter" mehr zur Unterzeichnung der Urkunde. Damit entfällt ein wichtiges Repressionselement gegen die Töchter. Auch die Polygynie ist von Gesetzes wegen abgeschafft. Beide Ehepartner können die Scheidung einreichen. Nicht abgeschafft ist das Vorrecht des Mannes auf den doppelten Erbteil.

Das Familienrecht ist überall zentral für die Stellung der Frauen. Nicht allein die Berufstätigkeit, sondern vor allem das Eherecht ist der Indikator für den weiblichen Status, wie das Beispiel Marokkos zeigt, wo trotz relativ hohem Anteil der Frauen am Arbeitsmarkt ihr eherechtlich verankerter niedriger gesellschaftlicher Status augenfällig ist.

Frauenfokus 2001 Familienrecht Scheidung Ägypten

8) Scheidungsrecht in Ägypten

 

Ägypten, in dem die Gleichheit der Geschlechter seit 1971 in der Verfassung festgeschrieben ist, hat eins der fortschrittlichsten Rechtssysteme der arabischen Welt, das allerdings von den patriarchalen Traditionen und den Islamisten untergraben wird. 50 % der Mädchen sind Analphabetinnen, und die Zahl der beschnittenen Frauen wird auf 60 bis 90& geschätzt. Der ägyptische Mann kann sich immer noch durch die dreimalige Verstossungsformel scheiden lassen. Eine gleichberechtigte Scheidung gibt es nicht. Dafür die Bedrohung mit Zwangsscheidung, wie sie missliebige Intellektuelle erfahren.

 

Auch die Polygynie besteht weiterhin und Frauen dürfen nicht reisen ohne die Erlaubnis des Ehemannes. Die Reislamisierung ist voll im Gange. Ähnlich wie in Algerien und Pakistan drohen Islamisten, denen die Regierung schon weitgehende Zugeständnisse im Rechtssystem gemacht hat, die Macht zu übernehmen. Die Zugeständnisse gehen zuallererst auf Kosten der Frauen.

 

In Ägypten ist seit März 2000 das reformierte Scheidungsrecht in Kraft. Danach kann der Scheidungswunsch, der sog. Khul, auch von Frauen vor Gericht geäussert werden, was gemäss Scharia bisher nur möglich war, wenn die Frau beweisen konnte, dass der Ehemann gewalttätig war oder seinen ehelichen Pflichten nicht nachkam.
Weiterhin müssen Frauen nach der Scheidung mit gravierenden wirtschaftlichen Sanktionen rechnen.

 

Wie sich die Scharia auf das Bewusstsein der weiblichen Bevölkerung auswirkte, zeigt eine Bevölkerungsbefragung von 1995. Danach gestanden weit über die Hälfte der Frauen dem Mann das Recht auf körperliche Züchtigung zu.

 

Weniger als die Hälfte der befragten Frauen sahen in den Prügeln durch den Ehemann einen Scheidungsgrund. Über die Hälfte der Frauen hatten ihre Versklavung verinnerlicht.

 

Befragungen wie diese zeigen, wie tief die Vorstellungen der Scharia im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sind und mit welchen Widerständen ein neues Gesetz, das Frauen elementare Menschenrecht einräumt, zu rechnen hat. Die Mehrheit der Parlamentsabgeordneten sprach sich dafür aus, dass Frauen für die Khul-Scheidung finanziell bestraft werden.

Frauenfokus 2001 Islam bedroht die Ffrauenrechte

7)Wachsender Fundamentalismus bedroht Frauenrechte
Ägypten und Türkei

Auch Musliminnen in Europa fühlen sich vom wachsenden Fundamentalismus bedroht, insbesondere durch die Zwangsheirat. Dies war mit ein Grund zur Errichtung des neuen Referats "Frauenrechte in islamischen Gesellschaften" von Terre des Femmes in Deutschland.

In Köln koordiniert die gebürtige Iranerin Mina Ahadi ein internationales Netzwerk gegen Steinigung.

Was herauskommt, wenn Frauen im Namen des Islam westliche Einflüsse bekämpfen, zeigt das Beispiel einer Dekanin für Gesetzeswissenschaften an der Mädchenabteilung der Al-Azhar-Universität in Kairo, die die uneingeschränkte Einführung der Scharia fordert (NZZ 24.11.01):

  • Heute gelte in Ägypten eine uneinheitliche Bestrafung für Unzucht, (Gefängnis). Die Scharia würde "mit der Erteilung der Todesstrafe für Verheiratete und hundert Peitschenhieben für Ledige nicht nur die Schwere dieses Verbrechens (!) berücksichtigen, sondern auch Mann und Frau gleich behandeln. "

Gleichheit auf islamistisch - gleiches Recht auf Steinigung. Freilich herrscht auch bei der Steinigung keine Gleichheit. Die Frau wird bis zum Kopf eingegraben, damit sie nicht entfliehen kann. Es gibt kein Entrinnen.

Es ist die Stellung der Frauen, an der sich der Grad der Zivilisiertheit einer Gesellschaft ablesen lässt. Angesichts der gravierenden Menschenrechtsverletzungen durch die Scharia, das islamische Recht, dessen Durchsetzung die Islamisten weltweit fordern, ist Widerstand angezeigt.

Modernes Gesetz und orientalische "Bräuche" im laizistischen Staat - Türkei

Das türkische Parlament verabschiedete im November 2001 ein modernes Zivilgesetz, wonach der Mann nicht mehr das "Oberhaupt" der ehelichen Gemeinschaft ist. Er bestimmt auch nicht mehr allein den Wohnort. Das gemeinsam erworbene Vermögen wird bei Scheidung gleichmässig aufgeteilt und die Frau kann neben dem Namen des Mannes ihren Mädchennamen weiter tragen. "Willkommen, Zivilisation!" schrieb der linksliberale "Radikal" dazu.

Die Gesetzesänderung erfolgte im Zusammenhang mit der Annäherung an die EU und wurde in der Bevölkerung kaum debattiert und von den auflagenstarken Zeitungen nicht kommentiert.

1923 hatte Atatürk die Scharia abgeschafft und 1926 eine leicht veränderte Fassung des Schweizer Zivilgesetzbuches übernommen. Damit wurde zum ersten Mal in einer muslimischen Gesellschaft die Monogamie eingeführt. Gleichwohl wird die Polygamie bzw. Polygynie im Südosten des Landes noch praktiziert. Allein in der südostanatolischen Provinz Shirt gab es Anfang 2001 noch 4264 "offiziell nicht registrierte" Ehen, d.h. Zweit- und Drittehen, die nur vor einem Imam geschlossen werden. Die nicht registrierten Frauen haben bei Scheidung oder Tod des Mannes keinerlei Rechte. Ebenso die Kinder aus polygamen Verbindungen. Sie erhalten durch das neue Gesetz gleiche Rechte wie die Kinder aus registrierten Ehen.

Einschneidend dürfte auch die Heraufsetzung des Heiratsalters für beide Geschlechter auf 18 Jahre sein. Bisher galt für Männer 17 Jahre und für Mädchen 15 Jahre. Bleibt zu hoffen, dass hiermit auch der Unsitte unter Migranten, ihre minderjährigen Töchter zwecks Zwangsverheiratung in die Türkei zu schicken, Einhalt geboten werden kann.

Auch 75 Jahre nach Atatürk hat sich an den orientalischen "Gebräuchen" in den rückständigen ländlichen Gebieten mit starker Zuwanderung in die Städte nichts geändert. Für die Islamisten, die einen starken politischen Machtfaktor auch im kemalistischen Staat darstellen mit wachsendem Einfluss in seinen Institutionen, steht das Verbot der Monogamie wie auch das neue Güterrecht im Widerspruch zum Koran.

Ein verbreiteter "Brauch" wird vom neuen Familienrecht nicht berührt: Jahr für Jahr werden mindestens Dutzende von Frauen ermordet aus Gründen der sogenannten "Familienehre". Gemeint ist die "Ehre" des Vaters, des Ehemannes oder des Sohnes. Das Strafgesetzbuch gewährt den Tätern faktisch Straffreiheit. Der Mann, der eine Frau wegen der "Familienehre" umbringt, muss nur ein Achtel der Strafe für Mord absitzen. Das Zivilgesetz tangiert dieses Gesetz nicht.

Ein Strafrecht, das mit der mörderischen "Familienehre" aufräumen würde, ist noch nicht in Sicht. Ob das deutsche Strafrecht dem einen Riegel schieben wird oder weiterhin Täter freispricht (s.o.), bleibt abzuwarten.

Es gibt laut Terre des Femmes jährlich 5000 sog. Ehrenmorde an jungen Frauen in der islamischen Welt. Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein

Frauenfokus 2000/01 Islamistische Organisationen in Deutschland

6) Islamistische Organisationen in Deutschland

Milli Görus

Die grösste in Deutschland tätige islamistische Organisation ist die "Islamische Gemeinschaft Milli Görus e.V." (IGMG), ca. 27 000 Mitglieder. Ihr Ziel ist die Durchsetzung von Minderheitenrechten für die Moslems, die auf der Scharia basieren. Durch Gruppenzwang sollen den Moslems verbindliche Pflichten auferlegt werden, die eine Einschränkung der verfassungsmässig garantierten Grundrechte bedeuten. Angestrebt wird die Ausgrenzung der Moslems aus der pluralistischen Gesellschaftsordnung. Damit richtet die Organisation sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der BRD. Die IGMG wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Die IGMG ist das Sammelbecken für Anhänger der islamisch-extremistischen Fazilet-Partei, die aus der in der Türkei inzwischen verbotenen Refah-Partei hervorgegangen ist. Letztere ging durch Unterstützung der IGMG 1995 bei den türkischen Parlamentswahlen als stärkste Fraktion hervor. Die Refah-Partei sah ein auf Koran und Scharia basierendes Rechts- und Gesellschaftssystem für die Türkei vor, genannt "Gerechte Ordnung." Diese "Gerechte Ordnung" ist als Modell für eine weltweite Islamisierung gedacht. Nach dem Bruch der Regierungskoalition wurde die Refah-Partei 1998 vom türkischen Verfassungsgericht verboten. Ihr Initiator Necmettin Erbakan erhielt politisches Betätigungsverbot. Er bestimmte jahrelang die Vorsitzenden der IGMG in Deutschland. Sein Neffe ist Generalsekretär der IGMG. Dessen Schwager, der wichtige Funktionen in der IGMG innehat, ist auch in der extremistischen internationalen Muslimbruderschaft tätig.

Die IGMG verfügt über 100 Ortsvereine allein in Nordrhein-Westfalen, bietet Vortragsveranstaltungen, Gesprächskreise, Kurse für Frauen und Koranlesewettbewerbe für Kinder.

Die IGMG verbreitet ihre Botschaften über verschiedene Medien, so die Milli Görus&Perspektive. In der türkischen Tageszeitung Milli Gazete nimmt die Berichterstattung über Milli Görus breiten Raum ein in einer gesonderten Deutschland-Ausgabe. Ein wichtiges Propagandainstrument der IGMG ist der Fernsehsender Kanal 7. Er war zunächst der Sender der Refah-Partei und dient inzwischen der Fazilet-Partei. Ferner ist die IGMG im Internet vertreten.

Das im Umkreis von IGMG virulente antisemitische Gedankengut lässt sich bei dem von Milli Gazete empfohlenen Autor Harun Yahya (Pseudonym) ablesen in dessen Buch "Evolutionslügen", wo es u.a. heisst:

"In den Konzentrationslagern unter der deutschen Besatzung während des zweiten Weltkriegs fand im Gegenteil der Behauptungen keine 'Judenvernichtung' statt. Das ist eine von Zionisten erfundene Lüge, um die Weltöffentlichkeit für die Errichtung eines jüdischen Staates auf ihre Seite zu bringen."
 No comment.
(Zitiert nach Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2000)

Seit 1990 dominiert die IGMG den Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, obwohl sie das öffentlich bestreitet, wie der Verfassungsschutzbericht mitteilt. Seit 1996 steht der ehem. stellv. Generalsekretär der IGMG an der Spitze des Islamrats. Der Islamrat bezeichnet sich als grössten Spitzenverband der Moslems in Deutschland. Seine Aktivitäten stehen in direktem Bezug zu den Bestrebungen von IGMG.

Die IGMG hat zahlreiche Kontakte zu politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Institutionen und hat sich auch in Gremien etabliert, in denen demokratische Gruppierungen mitarbeiten.
Zur Allianz zwischen deutschen Politikern, Kirchenmännern und Islamisten siehe auch Rolf Stolz: Kommt der Islam? Der Fundamentalismus vor den Toren Europas.

Die Aktivitäten der IGMG begünstigen die Entstehung einer Parallelgesellschaft und erschweren die Integration der türkischen Muslime. Zu diesem Zweck ist ein Grossteil der Aktivitäten dieser Organisation der Ausblidung der Jugendlichen gewidmet. Besonders gross ist ihr Einfluss bei türkischstämmigen deutschen Muslimen der dritten Generation.
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Der Kalifstaat

Der inzwischen verbotene sogenannte Kalifstaat unter Führung des selbsternannten Kalifen Metin Kaplan mit Sitz in Köln (ca 550 Mitglieder 2000) propagierte den Sturz des (noch) laizistischen türkischen Staatssystems und die Errichtung eines Gottesstaats nach iranischem Vorbild. Er war aus dem "Verband der islamischen Vereine und Gemeinden e.V." hervorgegangen, der 1984 von dem "Khomeini von Köln" genannten Cemaleddin Kaplan gegründet wurde. 1992 rief dieser den "Föderativen Islam-Staat Anatolien" aus, der 1994 in dem in Köln ausgerufenen "Kalifstaat" aufging.

Kaplan erklärte sich zum "Kalifen der islamischen Nation" und verpflichtete seine Anhänger zu bedingungslosem Gehorsam ihm gegenüber.
1995 trat sein Sohn Metin Kaplan seine Nachfolge an.

Köln galt als Sitz des Kalifstaats "bis zur Befreiung Istanbuls"
Alle Mitglieder des Kalifstaats mussten einen Treueschwur ablegen und waren dem Kalifen zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet. Die örtlichen Mitgliedsvereine wurden von sog. Gebietsemiren geleitet, die die Weisungen des Kalifen weitergaben.
Der Kaplan-Verband, der als "gemeinnützig" anerkannt wurde (!), verbreitete seine Propaganda über Ümmet-l Muhammed" sowie über die Fernsehsendung HAKK-TV und das Internet.

Im Februar 2000 wurde gegen Metin Kaplan sowie zwei weitere Verbandsfunktionäre das Verfahren eröffnet wegen Verdachts der Rädelsführerschaft bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten. Anlass der Verfahrens war die Ermordung des "Gegenkalifen", der von drei bisher unbekannten Tätern in Berlin in seiner Wohnung erschossen wurde.

Es kam bereits am ersten Verhandlungstag zu tumultartigen Szenen, nachdem der Vorsitzende Richter die Räumung des Gerichtssaales anordnete. Grund war, dass ca. 50 Anhänger unter den Zuschauern sich weigerten, sich bei der Vereidigung der Dolmetscher zu erheben, trotz mehrfacher Aufforderung durch den Vorsitzenden.

In der "Ümmet-I Muhammed stand dazu zu lesen:

  • "Bei dem Prozess ... wird die Feindschaft der deutschen Behörden gegen den Islam offen dargestellt. Die deutschen Justizbehörden wollen mit diesem Prozess, in der Person unseres sehr geehrten Emirs der Gläubigen und Kalifen der Muslime, Muhammed Metin MÜFTÜOGLU Hodscha, in Deutschland dem Islam den Prozess machen, den letzten Propheten des Islam, Muhammed, verurteilen und unser erhabenes Buch, den Koran, zum Schweigen bringen."

An einem weiteren Prozesstag kam es erneut zu Tumulten, als der vorsitzende Richter die anwesenden Frauen aufforderte, den Schleier wenigsten soweit zu öffnen, dass der Mund nicht verhüllt würde, um Zwischenrufe zuordnen zu können, worauf er von einem Zuschauer unflätig beschimpft wurde. Der Mann konnte nach seiner Flucht aus dem Gerichtssaal zunächst gestellt werden, wurde dann aber von Kaplananhängern unter Anwendung von Gewalt befreit. Es wurden Ermittlungsverfahren u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Im November 2000 wurde Kaplan vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Aufrufs zu einer Straftat zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Verteidiger hatte geltend gemacht, Kaplan habe lediglich Koranverse zitiert und sich damit innerhalb des Rahmens der Religionsfreiheit bewegt.
Der Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung wurde fallengelassen.

Hatte der Kalif etwa Koranverse zitiert, die als Mordaufruf verstanden werden können?

In einer Sendung von HAKK-TV wurde das Urteil in die Nähe zum Nationalsozialismus gerückt. Auf seiner Internetseite liess der Kalifstaat zu diesem Zweck das Hakenkreuz erscheinen.

Bei einer Demonstration vor dem Gerichtsgebäude erschienen auch Anhänger des Kalifen aus dem Ausland. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei auch um solche gehandelt haben, die meinten, es fände eine anti-israelische Demonstration statt.

Die Frage erhebt sich in der Tat, w e r hier in dieser Nähe der Nazis auszumachen ist.

In einer weiteren HAKK-TV-Sendung wurde das Urteil gegen den Mitangeklagten Gökbulut als Schlag gegen die Religionsfreiheit kommentiert:

  • "Eigentlich wurden aber die Koranverse und die Worte unseres Propheten verurteilt. Dieses Gerichtsurteil stellt die Betrachtungsweise der deutschen Regierungen und Juristen des Islam und der Muslime dar und es stellt sich heraus, wie feindlich sie dem Islam gesinnt sind und wieviel Hass sie in sich tragen. Dieses unter Missachtung aller Rechtsregeln gefällt Urteil wird als ein Schandfleck in die Geschichte eingehen."

Wir empfehlen gründliche Lektüre des Koran, insbesondere der Stellen über die Ungläubigen.

Die algerische Islamische Heilsfront FIS (front islamique du salut), gegründet 1989 vom nationalen algerischen Zweig der Muslimbruderschaft, hat die Errichtung eines islamischen Staatswesens in Algerien zum Ziel. Darüberhinaus strebt sie die weltweite Islamisierung an. Ihr bewaffneter Arm ist die Armé islamique du Salut (AIS). In Deutschland leben ca 300 Mitglieder der FIS.

In Deutschland wird die FIS, die in Algerien Frauen, Demokraten und Intellektuelle blutig verfolgt hat, durch die "Exekutivinstanz der FIS im Ausland" repräsentiert.

Zu einem der zahlreichen Anschläge der Islamisten in Algerien gehörte der Überfall auf Schüler im Schlafsaal ihrer Schule im Monat Ramadan 1999, der ein Bild des Grauens hinterliess.

Die in Deutschland lebenden Anhänger verhalten sich laut Verfassungsschutzbericht "abwartend." Der wegen vielfachen Mordes in Algier gesuchte Kopf der Heilsfront kann in Deutschland ungestört agieren.

Die Journalistin Djemila Sedekki, die nach einem Interview mit "Emma" ins Exil flüchten musste, sagt über die algerischen Islamisten (die in Deutschland Asyl bekommen):

  • "Diese algerischen Islamisten sind Terroristen, die bei uns die Menschen abschlachten, die Frauen in den Dörfern vergewaltigen und Schulen und Wälder anstecken. Sie haben nur ein Ziel: die Verhinderung der Demokratie und die Einführung des Gottesstaates. Diese Leute sind einfach Faschisten, nichts anderes."

Sie bezeichnet den Notstand in Algerien seit 1991 als "letzte Notbremse gegen die drohende Machtübernahme der Gotteskrieger." Die Scharia, gegen die sich in den 1980er Jahren algerische Frauenrechtlerinnen zusammenschlossen, erlaubt Männern, im Namen ihrer weiblichen Verwandten zu wählen! (Das was Scholl-Latour unter demokratisch versteht). Erst seit 1991 dürfen Frauen wieder selber wählen.)

Sedekki im Interview mit "Emma":

  • "Aber Frauen waren schon vorher dran: Alleinstehenden, geschiedenen, berufstätigen Frauen stecken sie die Häuser an und verbrennen sie mitsamt den Kindern. Oder sie bedrohen Studentinnen auf dem Weg zur Universität. Oder sie spucken uns auf der Strasse an: Uns, das heisst alle Frauen ohne Schleier." (das was Scholl-Latour, der von viriler Brutalität fasziniert ist und religiösen Terror im Stil Khomeinis bewundert, unter "gemässigt" versteht)

Die Opfer des islamistischen Terrors gehen in die Hundertausende. Zuerst Frauen, dann Journalisten, Demokraten, Intellektuelle. Über 2000 Frauen wurden von den Islamisten verschleppt, keine internationale Organisation hat gegen Folter, Vergewaltigung und Verschleppung der Frauen protestiert. Die Terroropfer erhalten in Deutschland kein Asyl, wohl aber ihre Verfolger.

Auch Frauen, die von einem Gottesstaat verfolgt werden, erhalten kein Asyl, da ihre geschlechtsspezifische Verfolgung nicht politisch sei, sondern "kulturell" bedingt. CSU-Politiker wollen diese offenkundige Verfolgung nicht als Asylgrund anerkannt wissen.

Eine der von Islamisten Verfolgten ist die Schriftstellerin Taslima Nasreen aus Bangladesh. Gegen ihr Buch "Schande" wurde eine Fatwa ausgesprochen und sie war ihres Lebens nicht sicher in ihrer Wohnung, vor der ein johlender Männermob demonstrierte. Nicht genug der Beschimpfung, - als sie endlich im Exil in Schweden war, attackierte der Schweizer Journalist, Ulrich Müller-Burkhardt die Verfolgte noch, sie werde gar nicht verfolgt, befand Herr Müller-Burkhardt, sie mache sich nur wichtig. Islamistische Fanatiker haben viele Freunde, verfolgte Frauen wenige.

Ein Islamistenfreund, der auf seiner Website "Islamismus gegen die Intellektuellen?" aufgebracht gegen den Widerstand algerischer Frauen, vorab Feministinnen, auf die er es ganz besonders abgesehen hat, polemisiert, bringt als Beispiel seines Rechtsverständnisses das Folgende:

  • "Ist eine junge Frau von ihrem Verlobten ermordet worden (1993), 'weil sie ihn gerade verlassen hatte'? Ihr Name wird nichtsdestotrotz Hunderte von Malen in den Medien der ganzen Welt gepuscht als ein Opfer 'der Weigerung, den Hijab zu tragen."

Das muss man zweimal lesen, bis man begreift: der Mann will sagen: Sie wurde ja nicht wegen des Schleiers ermordet. Was macht man ein Aufhebens davon! Es gab offenbar einen reellen Mordgrund.

Die algerische Bewaffnete Islamische Gruppe (GIA, Groupe Islamique Arm&sbquo, die über Aktivisten in Deutschland verfügt, entstand aus einer Abspaltung von der FIS. Sie besteht nach eigener Auffassung aus besonders strenggläubigen Muslimen und verfolgt die Errichtung eines weltweiten Gottesstaats mit teroristischen Mitteln, in dem nur noch Koran und Scharia Gültigkeit haben. Die Anhänger gehen mit wahlloser Gewalt gegen alle "Ungläubigen und Abtrünnigen" vor und richten immer wieder Massaker unter der Zivilbevölkerung an.

Aus dem Zerfall der GIA gingen zahlreiche Kleingruppen hervor unter Führung regionaler Warlords. Es kommt immer noch zu Anschlägen in Algerien. Frauen, die noch Widerstand leisten, sind besonders gefährdet vom Terror und müssen ständig den Wohnort wechseln.

Die Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC, Groupe salafiste pour la prédication et le combat), 1997 gegründet von einem ehem. Gebietsemir der GIA, Hassan Hattab, versucht die in Europa lebenden Mitglieder der GIA in die Gruppe einzubinden. Die Gewaltaktionen der GSPC werden von Europa aus logistisch unterstützt, durch Verschaffung gefälschter Papiere und eines gesicherten Aufenthaltsstatus. Es bestehen auch Verbindungen zu den arabischen Mujahedin (islamische Gotteskämpfer). Der afghanische Gotteskämpfer Hekmatyar schüttete schon als Student unverschleierten Frauen Säure ins Gesicht. Schon vor Ausbruch des Talibanregimes verbreiteten die Mujahedin Terror und Schrecken unter den afghanischen Frauen. Die im Westen als "Freiheitskämpfer" begrüssten afghanischen Männer versklavten die Frauen. (Näheres siehe www.rawa.org)

Es gibt Einzelmitglieder der GSPC in Deutschland.

Der Islamische Bund Palestina (IBP), wurde 1982 von in Deutschland lebenden Anhängern der Muslimbruderschaft gegründet und versteht sich als Stellvertreter der HAMAS. Die Hamas hat die völlige Vernichtung Israels zum Ziel und die Errichtung eines islamistischen palestinensischen Staates in ganz "Palestina".

Die sunnitisch-extremistische HAMAS entstand aus dem palestinensichen Teil der Muslimbruderschaft. Sie hat ihren Schwerpunkt in der Westbank und Gaza und bekämpft Israel mit terroristischen Mitteln. Sie bestreitet den Alleinvertretungsanspruch der PLO für die Palestinenser.

In Deutschland führt der IBP jährliche Kongresse durch, zu denen namhafte Vertreter der Muslimbruderschaft aus arabischen Staaten wie Tunesien, Ägypten, Sudan, Jordanien und Palestina als Redner eingeladen werden.
Am 19. Jahreskongress im Juni 2000 unter dem Motto "Jerusalem - Die Träume von gestern und die Wette auf die Zukunft" unterstützten die Redner die Terrororgnisationen HAMAS, Hizb Allah und den Palestinensischen Islamischen JIHAD.

Die Hizb Allah (Partei Gottes), 1982 auf Betreiben des Iran im Libanon gegründet nach dem Einmarsch israelischer Truppen, hat die völlige Vernichtung Israels zum Ziel und die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im Libanon nach iranischem Vorbild sowie die Herrschaft des Islam über Jerusalem.

Die Hizb Allah bemüht sich um den Aufbau einer effizienten Organisationsstruktur in Deutschland. Anlaufstelle für ihre Anhänger ist das Islamische Zentrum in Münster.

Die Union Islamischer Studentenvereine (U.I.S.A) bekennt sich zum islamischen Gottesstaat, wie er aus der iranischen Revolution hervorging und hat den Export dieser Revolution in alle Welt zum Ziel, wobei er als Hauptgegner im Kampf die USA und ihre Verbündeten betrachtet. Angestrebt wird eine weltweite Islamisierung. diese Bestrebungen richten sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Die U.I.S.A. wurde bereits in den 60er Jahren als Anti-Schah-Bewegung begründet und versteht sich seit der Machtübernahme Khomeinis als Dachorganisation der regimetreuen iranischen Studenten im Ausland.
Zu ihren Aktivitäten gehört die Propagierung der Ideen Khomeines sowie die Bekämpfung von Oppositionellen. Treffpunkt war bis 1990 das Islamische Zentrum Aachen, seither finden die Treffen im Islamischen Zentrum Hamburg statt.

In Berlin werden seit 1996 regelmässig Kundgebungen zum Ghods-Tag (Jerusalem-Tag) veranstaltet, an dem nach Vorstellung Khomeines Muslime ihren Hass und ihre Bereitschaft zum Kampf gegen Israel zum Ausdruck bringen sollen. An den Demonstrationen zum Ghods-Tag werden antijüdische Parolen skandiert. Die Kundgebungen stehen in Verbinduing zur U.I.S.A.

Unter dem Dach des Zentralrats der Muslime in Deutschland sind u.a. als extremistisch eingestufte islamistische Zentren organisert wie die "Islamische Gemeinschaft von Al Khalifa" und die "Islamischen Zentren" der panarabischen Muslimbruderschaft. Ihr erklärtes Ziel ist die Abschaffung der Demokratie und Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Ebenso zum Zentralrat gehört die "Islamische Religionsgemeinschaft Berlin"(früher "Islamische Föderation", die vom Verfassungsschutz als extremistisch beurteilt wird. Dennoch wurde sie 1998 als gemeinnützige "Religionsgemeinschaft" anerkannt. Dank dessen dürfen die Islamisten an zwei Berliner Schulen Religionsunterricht erteilen.

In Basel, das für seine vorbildliche Integrationspolitik bekannt ist, wurde ein Imam ausgewiesen, der seine Schüler dermassen fundamentalistisch verhetzt hatte, dass sie in der Schule anfingen, gegen Mädchen aggressiv zu werden. ("Die Weltwoche", 15. Nov.01)

Der deutsche Verfassungsschutzpräsident Frisch machte bereits 1996 darauf aufmerksam, dass es zur Strategie der Islamisten gehöre,deutsche Frauen zu heiraten, zur Erlangung der Staatsbürgerschaft und zur Missionierung der deutschen Frauen. Umgekehrt darf eine Muslima keinen Nicht-Moslem heiraten. Wie leichtgläubig sind die Frauen, die sich vor den Karren islamistischer Frauenunterdrückung spannen lassen! Unter den Konvertitinnen finden sich besonders fanatische Verteidigerinnen des Kopftuchs, das mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts durchgesetzt werden soll in den staatlichen Schulen.

Kostprobe für die Disziplinierung der Frauen aus Milli Gazete, dem Verbandsorgan von Milli Görus:

  • "Ihr müsst willig sein, das Haus des Ehemannes, das ihr mit einem weissen Brautkleid betreten habt, nur mit einem weissen Totenhemd zu verlassen."

Milli Görus beherrscht den Islamrat der Bundesrepublik Deutschland. Der Zentralrat der Muslime ist ein beliebter Dialogpartner für deutsche Politikerinnen.

Islamrat und Zentralrat der Muslime streiten vereint für das Kopftuch.
In Sachen Frauen sind sie sich alle einig, auch mit so manchem Vertreter kirchlicher und staatlicher Institutionen.

Ein evangelischer Pfarrer in Braunschweig empfahl den deutschen Frauen, einmal im Monat als Solidarität mit den Türkinnen das Kopftuch zu tragen. Auf die Idee, dass die Türkinnen einmal im Monat zur Erinnerung an eine bedrohte Freiheit das Kopftuch ablegen könnten, kam der gute Mann nicht.

Der Islamismus stellt eine schwere Bedrohung demokratischer Freiheitsrechte dar, zu allererst für die Frauen. Als die Frauenzeitschrift "Emma" 1993 davor warnte, wurde sie wüst beschimpft von linker Seite. Auch von Frauenblättern, so der "Frauenzeitung München" und der "Schlangenbrut" Münster ("rassistisch imperialistische Hetze" u.a.).
Merke: Als rassistisch werden Feministinnen diffamiert, die sich gegen den Geschlechtsrassismus zur Wehr setzen.

Der Grund für die Blauäugigkeit gewisser deutscher Linker gegenüber den islamistischen Umtrieben (es gab noch keine linke Protestdemo gegen den islamistischen Terror gegen Frauen in Algerien oder in Afghanistan oder Saudi-Arabien) liegt zweifellos in der untergründigen bis offenen Sympathie der einheimischen Männer für die islamischen Frauenbesitzer und -kontrolleure. Wo Protest angezeigt wäre, zeigen auch Kirchenmänner und -frauen eifrig "Dialog"bereitschaft. Da reichen sich die Patriarchate von Orient bis Okzident brüderlich die Hand.

Wie sagt doch der Prophet?

"Den Frauen fehlt es an Verstand und an Religion." Das erinnert an den Hexenhammer, die "femina" ist danach die, "die weniger Glauben hat."
Was soll sie auch glauben?

Frauenfokus 2001 Ausbreitung des Islam im Westen

5) Ausbreitung des Islamismus im Westen
Islam im Westen

Die Scharia weltweit durchzusetzen, ist das erklärte Ziel der Islamisten. Sie operieren bisher ungestört unter dem Schutz der "Religionsfreiheit" in westlichen Ländern. Der "Reform-Moslem" Bassam Tibi warnt seit langem vor dieser Entwicklung. Aber wo sind die Grenzen zwischen moslemischer Rechtgläubigkeit und Islamismus? Die Muslime müssten sie deutlich machen. Es genügt nicht, sich vom politischen Terror zu distanzieren, während der Terror gegen Frauen islamweit aufrechterhalten bleibt.
 
Islamismus, die politische Radikalisierung des Islam, ist ein Krebsübel islamischer Gesellschaften, das seine Metastasen auch in Europa verbreitet. Unter allen islamischen Regimen wie Iran, Sudan, Saudi-Arabien herrschen mittelalterliche Formen der Frauenunterdrückung und barbarische "Bräuche" im Familienrecht und der Strafpraxis. Ebenso in Staaten, in denen Islamisten die Macht zu übernehmen drohen wie Algerien, Ägypten und Pakistan. Die Sklaverei wurde in den arabischen Staaten auf Druck der westlichen Imperialmächte abgeschafft, die Frauenversklavung wurde beibehalten, augenfällig an der Zwangsverschleierung des verachteten Geschlechts.
 
Auch in Europa wollen Islamisten, die in zahlreichen Verbänden organisiert sind und über millionenschwere Netzwerke verfügen, die demokratische Ordnung beseitigen und die Scharia als alleiniges Recht einführen, das atavistische Rechtssystem, das Strafen wie Auspeitschung, Handabhacken und Steinigung vorsieht. Wenn wir hören, wie "friedlich und tolerant" der Islam doch sei, müssen wir daran erinnern, was in den Ländern des real existierenden Islam geschieht, was im Westen an schweren Menschenrechtsverletzungen in seinem Namen als "kulturelle Eigenart" hingenommen wird (Freiheitsberaubung von Mädchen und Frauen wegen der 'Familienehre') und welches Treiben die Islamisten allein in Deutschland unter dem Namen der Religionsfreiheit entfalten können. England besitzt bereits ein Muslim Parliament und ein Scharia-Gericht.
 
"Europas Zivilisation ist in Todesgefahr", sagt der französische Islamologe Alexandre Del Valle. Die deutschen Orientalisten* haben diesen Mut nicht. Sie sind notorische Verharmloser.

*Das Wort "Orientalismus" ist zu einem Schimpfwort geworden nach dem Erscheinen von Edward Saids Buch "Orientalism" in den USA 1978. Said bezichtigte den Grossteil der Arbeiten der bisherigen Forscher der Voreingenommenheit durch kolonialistische und rassistische Vorurteile. Damit wurde ein neuer Konsens begründet, dem die akademische Zunft sich fügte. Es ist für Nachwuchsakademiker nicht ratsam, gegen den herrschenden Konsens zu verstossen.
 
"In den achtziger und neunziger Jahren wurden die Gefahren des islamischen Fundamentalismus heruntergespielt und der Islamismus teilweise als Vorbote einer Demokratisiering interpretiert." NZZ 23./24.Febr. 02


Auch in Deutschland ist es nicht ratsam, gegen die medienweit verordnete Toleranz gegenüber der Intoleranz zu verstossen, die jede Islamkritik unterbindet. Zur "Dialog"kultur in Europa siehe Hans-Peter Raddatz, Von Gott zu Allah". Eine gründliche Analyse des herrschenden multikulturellen Paradigmas.

Frauenfocus: islamisches Recht im Rechtsstaat

  • Frauenfokus 2000/2001 
  • 4) Islamrecht in Europa
  • Islamisches Recht im Rechtsstaat

In Österreich wird schon islamisches Recht angewendet in muslimischen Kreisen. Es kommt vor allem beim Familienrecht zur Anwendung. Moslemische Männer beanstanden dort, dass die Justiz zu "frauenlastig" sei. Es gebe zu viele Richterinnen! Man will das männerlastige islamische Recht auch in der Demokratie durchsetzen. Daher erscheinen viele Scheidungsfälle gar nicht mehr vor einem ordentlichen Gericht, sondern werden islamintern geregelt durch die eigenen Glaubensautoritäten. Das heisst für die Frauen Scheidungsverhinderung oder die Durchsetzung rein männerorientierter Scheidungsregelungen. Die Frauen dürfen also nicht vor einem Gericht erscheinen, das ihre Interessen berücksichtigt. Vgl. dazu Schmied, Martina: Familienkonflikte zwischen Scharia und bürgerlichem Recht, 1999. Die Verfasserin übt keinerlei Kritik an der Scharia und erblickt in der internen Regelung nach islamischem Recht ein "positives Konfliktlösungspotential! Und das, obwohl sie weiss, wie extrem männerorientiert diese "Konfliktlösungen" sind. So schreibt sie selbst:


  • "Es darf aber nicht übersehen werden, dass dieses System der privaten Konfliktlösung ausschliesslich von den Männern der Gemeinschaft getragen wird. Das heisst wenn überhaupt spricht der Mann in der Moschee mit Freunden über seine familiären Probleme. Sein Ansprechpartner ist der Vorbeter, somit wieder ein Mann. Dieser wendet sich in der Regel an einen männlichen Verwandten der Frau, und nur wenn ein solcher nicht vorhanden ist, an sie selbst.
    Frauen hingegen suchen, wenn sie keinen familiären Rückhalt haben, eher Familienberatungsstellen, Jugendämter und Gerichte auf. Von diesen Institutionen erwarten sie dann jenen 'Schutz' durch eine amtliche Autorität, den sie im privaten Bereich vermissen
    ."
     

Die Frau hat offenbar alle Gründe, den Schutz der Gerichte und staatlichen Institutionen (was ist mit den Frauenhäusern?) zu suchen, wenn sie derart von männlichen Verwandten, die sie kontrollieren, umringt ist. Welches positive "Konfliktlösungspotential" für die Frau in der Scharia liegen soll, bleibt unerfindlich. Welche Strafsanktionen die Scharia bei "Unzucht" vorsieht, verschweigt die Verfasserin. Es dürfte wohl allzu offensichtlich gegen den "ordre public" verstossen.
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In England, wo es eine weit fortgeschrittene kulturelle Segregation der ethnischen Gruppen gibt, hat der Innenminister Blunkett die "Traditionen" kritisiert, die Verbrechen gegen Mädchen und Frauen darstellen. So "die vielfach mit brutalen Mitteln erzwungene Verheiratung von Mädchen an Partner, die die Eltern ausgesucht haben, sowie die an kleinen Mädchen vollzogene Klitoridektomie" (NZZ 12. 12.01). Die Neue Zürcher Zeitung nennt diese Kritik einen "unglücklichen Vorstoss". Offenbar ist die schweigende Duldung dieser "Bräuche" glücklicher.
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Die Freiheitsberaubung von Türkinnen in Deutschland wirkt sich u.a. so aus, dass viele "traditionell" eingebundene Frauen, da sie nicht mit fremden Männern allein sein dürfen, nachts die Büros putzen gehen. Das ist die Perspektive, die die Islamisten für alle Frauen vorsehen.

Allein in Berlin besucht inzwischen fast jeder fünfte türkische Jugendliche eine Koranschule. Dort wird die Minderwertigkeit von Frauen und Ungläubigen gelehrt und der Gottesstaat propagiert.
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Frauenfokus 2000 Europäische Rechtsprechung

Frauenfocus 2000
3) Beispiele europäischer Rechtsprechung
Dass auch europäische Gerichte bereits mit dem islamischen Recht liebäugeln, zeigen haarsträubende Urteile in Mordfällen wie jenem Fall eines Türken in Deutschland, der seine Schwester umgebracht hatte, weil sie die "Familienehre" verletzt hatte. Dass der Mann sie für schwanger gehalten hatte, wurde offenbar als mildernder Umstand gewertet. Vielleicht hielt der ehrenwerte Richter eine Schwangerschaft auch für einen legitimen Mordgrund.

Der Mann wurde freigesprochen.


Das Urteil passt sich der "Ehrenmord"praxis in islamischen Ländern an, wo sie weitgehend straffrei ist. Es überbietet noch die Rechtspraxis der Türkei, wo auf dieses Verbrechen nur ein Achtel der Strafe für Mord steht.
 
Ein anderer, ein Iraner, wurde vom BGH des Mordes an seiner Frau freigesprochen, weil er 'keine unnötige Grausamkeit' angewandt habe. Der Mann hatte die Frau mit 56 Messerstichen getötet. Das ist angewandtes Scharia-Recht. Die Scharia schreibt die angemessene Brutalität bei der Ermordung durch Steinigung vor: Die Steine dürfen nicht zu gross sein, damit der Tod nicht gleich eintritt, und nicht zu klein.
 
Oder wenn eine Schweizer Zeitung überlegt, ob im Fall eines sogenannten "Beziehungsdelikts", sprich Tötung der Freundin, letztere zur Öffentlichkeit gehört! Merke: die Frau ist Privatbesitz des Mannes, ihre Tötung betrifft kein öffentliches Interesse!
 
Auch der türkische Vater, der seine Tochter spitalreif schlägt, weil sie allein ausgeht und der nicht weiss, wieso er vor Gericht steht, kann auf das Wohlwollen der Schweizer Justiz zählen, die ihn lediglich auf Bewährung verurteilt, verbunden mit der Ermahnung, das solle auch der Tochter eine Lehre sein! Was für eine? Und die Gerichtsberichterstatterin meint, solche Fälle gehörten eigentlich nicht vor Gericht.
Sollen solche "Familienkonflikte" vielleicht durch die Scharia geregelt werden?
 
Hier setzen sich Rechtsvorstellungen durch, die aus einer mittelalterlichen Feudalgesellschaft stammen könnten. Was das islamische Recht für Frauen vorsieht, lässt sich in den Ländern des real existierenden Islam klar erkennen.
 
Barbarische Sitten und Bräuche
Von der Genitalverstümmelung über die Zwangsverheiratung, von der lebenslänglichen Einsperrung in den Harem (vgl. Renate Golombek: "Der Islam, Anatomie einer unbarmherzigen Religion" bis zur Steinigung wegen angeblichen Ehebruchs sind alle Arten von Freiheitsberaubung und Torturen das Schicksal von Frauen unter dem Scharia-Islam.
 
Dass die in Schwarzafrika, Sudan und Ägypten praktizierte Beschneidung der Mädchen ein vorislamischer "Brauch" sei wie auch die Steinigung, ändert nichts daran, dass diese grauenhaften Praktiken unter islamischen Regimen oder in vorwiegend islamischen Ländern üblich und legal sind. Denn sie stimmen mit dem Frauenbild von Koran und Scharia überein. Von einer islamischen Bewegung gegen diese Praktiken ist nichts bekannt.
 
Die Minderwertigkeit der Frau ist fester Bestandteil der islamischen Glaubenswelt. Der Koran stellt den Mann über die Frau und stattet ihn mit Einsperrungs- und Züchtigungsrecht aus. In der Überlieferung der Aussagen und Taten Mohammeds, den Hadiths, heisst es: "Ihr Frauen! Die meisten von euch sind Brennholz für die Hölle, weil ihr viel herumnörgelt, euch beschwert und das Sippenrecht verwerft."
 
Die Frauen hatten offenbar schon zu Mohammeds Zeiten allen Grund, dieses obskure "Recht" zu verwerfen, das angeblich besser sein sollte als das bisherige. Mohammed, der die Lage der Frauen verbessert haben soll, hat in Wahrheit sämtliche früheren Rechte für sie abgeschafft. Es stimmt nicht, dass die Frauen vorher rechtlos waren. So gab es zum Beispiel vor Mohammed Polyandrie.
 
Mohammed: "Wenn eine Frau den Vorwurf, ein dummes Geschöpf zu sein, loswerden will, muss sie ihrem Mann dienen."
 
Der Koran kennt zwar eine Gleichheit der Geschlechter vor Allah, nicht aber die Gleichheit der Frau vor dem Mann. Auf Erden hat sie nichts zu lachen, wo strikte Geschlechtertrennung herrscht, Geschlechtsapartheid, wie in Saudi-Arabien und dem Iran. Und auch die Paradiesvorstellungen Mohammeds, wonach auf den Gläubigen 70 Jungfrauen warten, dürften eher einer Bordellfantasie entsprungen sein als einer frauenfreundlichen Mentalität.
 
Ein Mann darf bis zu vier Frauen haben, eine Muslima darf nur einen Mann heiraten. Im November 2001 schlug ein italienischer Politiker vor, in Italien die Polygynie einzuführen! Und die Beschneidung in chirurgisch "sauberer" Form im Krankenhaus steht laut Umberto Eco zur "Debatte."
 
Eco meint auch, man solle keine "Tragödie" daraus machen, wenn ein Mädchen den Tschador trägt, "wenn es ihr gefällt". Wehe, es gefällt ihr nicht - das sind dann die "Familientragödien", von denen wir in der Zeitung lesen.
Der Koran erlaubt Männern, ihre Frauen zu schlagen. "Und wenn ihr befürchtet, dass eure Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie." (Sure 4/34)

Was der Koran ansonsten noch zur ehelichen Gewalt zu bieten hat, findet sich unter Sure 2,223: "Die Frau ist ein Acker, den der Mann bestellen kann, wann und wie immer er will." Eine Einladung zur Vergewaltigung!
 
Die Verschleierung der Frau signalisiert, dass sie sexuell nicht verfügbar ist. Frauen ohne Kopftuch werden auch hierzulande häufig Ziel von Belästigungen. Das Kopftuch bedeutet keineswegs individuelle Freiheit der Kleidung, sondern ist ein islamistisches Symbol für die Unfreiheit der Frau. Im Kopftuchstreit, der auch an deutschen Schulen stattfindet ("Emma" berichtete darüber ausführlich), machen sich auch deutsche Schulleiter zu Komplizen und Wegbereitern der Islamisten. Es waren Islamisten, die Frauen das Kopftuch in die Stirn genagelt haben.
 
In der laizistischen Türkei, in der Religion und Staat (noch!) getrennt sind, ist das Kopftuch in öffentlichen Institutionen nicht erlaubt. Allerdings ist das türkische Staatssystem von den Islamisten bereits stark unterwandert und trägt alle Züge einer asiatischen Despotie. (vgll. Rolf Stolz: „Kommt der Islam?"
 
Ein finsteres Kapitel ist die sog. "Familienehre", von der moslemische Mädchen heimgesucht werden. Lehrerinnen, die türkische Schülerinnen unterrichten, können ein Lied singen von diesen "Bräuchen" der patriarchalen Familie, die Töchter gegen ihren Willen zu früher Heirat zu nötigen, notfalls mit Gewalt und Todesdrohung durch Väter und Brüder.